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Die Sieger

Herr Hillebrand, Vorsitzender des ADAC Schleswig-Holstein e.V., bei der Siegerehrung

29.10.2018

Im echten Norden fahren die Kinder früher mit dem Rad als in anderen Bundesländern. Leider ist auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern noch viel zu hoch.

Erwachsene verschwenden selten einen Gedanken daran, wie sie Fahrrad fahren – sie können es einfach. Aber viele vergessen, dieses Wissen an ihre Kinder weiterzugeben. Die Folge: Immer mehr Kinder fallen durch die Fahrrad-prüfung in der 4. Klasse. Koordinationsdefizite und Bewegungsmangel sind weitere Ursachen dafür, dass die Gefahren für Kinder auf den Rad weiterhin hoch sind und gleiches für die Unfallzahlen gilt.

Annähernd 4.000 Unfälle unter Beteiligung von Radfahrern 2017 zeigen auf, dass hier noch sehr viel Potenzial zur Verbesserung der Verkehrssicherheit schlummert. Die ADAC-Fahrradturniere im Land, in deren Rahmen die jungen Teilnehmer das sichere Fahren auf einem vorschriftsmäßig ausgestatteten Rad üben, sollen ein Ansatz zur Verbesserung dieser Statistik sein. Am Sonntag (28. Oktober) trafen sich in Neumünster die Landesbesten, um ihre Sieger zu ermitteln.

Mit seinen Fahrradturnieren erreichte der ADAC Schleswig-Holstein in diesem Jahr 5.193 junge Radler in allen Landesteilen. Die Teilnehmer am Landesfahrradturnier im Alter zwischen acht und 15 Jahren hatten sich in 108 Einzelveranstaltungen für das Finale qualifiziert. Schirmherr war erneut Verkehrs-Staatssekretär Thilo Rohlfs.

Feuerwehren mit im Boot

Seit einigen Monaten bietet auch der Landesfeuerwehr-Verband (LFV) seinen Mitgliedswehren die komplette Hardware für die Ausrichtung der Turniere an. „Der ADAC Schleswig-Holstein hat dem LFV ein komplettes Kit inklusive Anhänger gesponsert und die Moderatoren entsprechend ausgebildet, so dass die Turniere auch den Jugendwehren landesweit angeboten werden können“, so Feldhusen.

Selber ein Turnier ausrichten

Wie bei den Vorentscheidungen durchfuhren die Teilnehmer auch beim Landesfahrradturnier einen Parcours, der auf die realen Anforderungen im Straßenverkehr abgestimmt war: Bei acht verschiedenen Aufgaben – sie reichen vom Anfahren über einen Bremstest bis hin zum Spurwechsel – mussten die jungen Radler ihre Geschicklichkeit und Umsicht beweisen. „Bei unseren Turnieren sollen die Kinder und Jugendlichen lernen, sich selbst zu sichern, gefährliche Situationen rechtzeitig zu erkennen und diese im Notfall durch entsprechende Fahrmanöver zu meistern“, erklärte Feldhusen.

Beste in den einzelnen Wertungsgruppen wurden:

JahrgangJungenMädchen
2009 bis 2010Ture Ibs
Großenaspe
Carolin Heller
Prisdorf
2007 bis 2008Niclas Laukien
Nortorf
Enya Gerlach
Nortorf
2003 bis 2006Jarno Seidel
Neumünster
Layla Fee Ehlers
Brunsbüttel


Interessierte Schulklassen oder Jugendgruppen können sich beim ADAC Schleswig-Holstein in Kiel oder beim Landesfeuerwehrverband melden, wenn sie selbst ein Fahrradturnier durchführen wollen. Den Parcours stellt der Club bereit, benötigt wird lediglich eine ausreichend große Fläche beziehungsweise eine Sporthalle. Mehr Informationen erhalten Interessierte unter www.adac-sh.de.