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Der Aixam City Diesel schnitt im Test mit der Gesamtnote „mangelhaft“ ab. (C) ADAC e.V. / Uwe Rattay

Der Ellenator, ein umgebauter Fiat 500, neigte im Ausweichtest zum Kippen. (C) ADAC e.V. / Uwe Rattay

Bei der Sicherheitsausstattung weist der Renault Twizy große Lücken auf. Er hat zwar einen Fahrerairbag, aber weder ABS noch ESP. (C) ADAC e.V. / Uwe Rattay

13.11.2018

Zwei Fahrzeuge aufgrund geringer Sicherheitsausstattung abgewertet

Viele Heranwachsende wünschen sich ein eigenes Fahrzeug, um unabhängig zu sein. Inzwischen gibt es Alternativen zu klassischen Fortbewegungsmitteln wie Roller und Moped. Der ADAC hat drei Fahrzeuge der Führerscheinklasse A1 bzw. AM für Jugendliche ab 16 Jahren getestet: den Ellenator (umgebauter Fiat 500) sowie zwei Leichtkraftfahrzeuge, den Twizy 45 von Renault und den Aixam City Diesel.

Im ADAC Test konnten die Leichtkraftfahrzeuge nicht überzeugen und zeigten in einigen Kategorien große Schwächen. Der Renault Twizy als auch der Aixam City Diesel schnitten in der Gesamtnote mit „mangelhaft“ ab, da sie wegen der geringen Sicherheitsausstattung abgewertet wurden. Der Ellenator erreichte im Gesamtergebnis immerhin ein „befriedigend“.

Bei der Sicherheitsausstattung weisen die beiden auf 45 km/h begrenzten Twizy und Aixam große Lücken auf. Der Renault Twizy hat einen Fahrerairbag, aber weder ABS noch ESP. Für seinen Konkurrenten Aixam ist gegen Aufpreis lediglich ABS erhältlich. Die umgebende Karosserie schützt die Insassen zwar und macht die Fahrzeuge zu einer sichereren Alternative gegenüber den Zweirädern. Gleichzeitig besteht jedoch die Gefahr, dass die Leichtkraftfahrzeuge hinsichtlich ihrer Geschwindigkeit von anderen Verkehrsteilnehmern überschätzt werden. Das birgt vor allem außerorts ein hohes Sicherheitsrisiko. Dementsprechend schlecht fällt das ADAC Urteil in der Kategorie Sicherheit aus. Der Ellenator schneidet mit der bestehenden Sicherheitsausstattung eines Fiat 500 besser ab.

Auch die Fahreigenschaften überzeugen nicht: Beim Ausweichtest neigten Aixam und Ellenator zum Kippen. Letzterer aufgrund seines Umbaus zu einem dreirädrigen Fahrzeug, der lediglich durch eine bestehende Gesetzeslücke möglich ist. Da dies die Fahreigenschaften jedoch massiv verschlechtert, sollte diese Lücke geschlossen werden. Der Renault Twizy schneidet hinsichtlich der Fahrstabilität zwar am besten ab, dafür fällt der Bremsweg am längsten aus.

Verbraucher sollten vor dem Kauf den Einsatzbereich des Fahrzeugs klären. Die auf 45 km/h begrenzten Leichtkraftfahrzeuge sind beispielsweise nur bedingt für eine längere Überlandfahrt geeignet. Da der Führerschein AM und A1 auf dem Zweirad gemacht wird, sollte man außerdem vor der ersten Fahrt eine zusätzliche Fahrstunde mit dem jeweiligen Fahrzeug nehmen, um sich an die Fahreigenschaften eines mehrspurigen Fahrzeugs zu gewöhnen und die Unterschiede bei der Bedienung, insbesondere beim Schaltvorgang erklärt zu bekommen.

Detailliertere Informationen zum Test gibt es unter adac.de und einen Film finden Sie hier.

Quelle: ADAC Newsroom