Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Deutsche unter sich

Pressekonferenz

Grenzbereich - US Soldat

Grenzbereich

Deutsches Haus

DOJL-Gruppe

Seoul

Treffen Koreaner Billard

08.03.2018 Jürgen Krabbenhöft
  • Mitgefiebert – mitgefreut – mitgefeiert
  • Neue Freunde gewonnen – „Nachklapp“ im Mai – Schule fordert den 16jährigen

Frankfurt – Doha – Seoul und zurück, alleine die Flugdistanzen summieren sich auf rund 24.000 km. Mit den täglichen Fahrten zwischen der südkoreanischen Hauptstadt Seoul und den Olympiagebiet kommen leicht noch ein paar Tausend Kilometer hinzu. Zeit genug, um Eindrücke zu speichern, zu verarbeiten, sich zu sammeln. Justus Cohrs (16) aus Wittbek strahlt, wenn er über dieses Highlight seines jungen Lebens berichtet: „Alles war super organisiert und hat trotz der meist eisigen Temperaturen eine Menge Spaß gemacht“. Und mit einem Zwinkern fügt der Motorsportler des AC Nordfriesland im ADAC hinzu „Nur das koreanische Essen war nicht wirklich meins!“

Als einziger Motorsportler überhaupt und zugleich einziger Teilnehmer des nördlichsten Bundeslandes zählte der junge Nordfriese zu den 40 Teilnehmern des Deutschen Olympischen Jugendlagers (DOJL) in Pyeonchang. Auf den sportlichen Tagesplänen der 16- 19jährigen standen Besuche beim Ski-Langlauf, Rodeln, Eisschnellauf (Short Track), Curling, Eishockey und Skispringen. „Das spannende Eishockey-Spiel zwischen Canada und Tschechien war mein persönlicher Höhepunkt“.

Aber auch die Fahrt in die demilitarisierte Zone zwischen den beiden koreanischen Staaten hinterließ beim Wittbeker einen tiefen Eindruck. „Soldaten aus Neuseeland und den USA haben uns begleitet. Wir besuchten ein Haus, durch das die Grenze verläuft. In diesem Gebäude war ich für zwei Minuten auf der nordkoreanischen Seite“.

Der Besuch bei einer südkoreanischen Gastfamilie stellte einen weiteren Höhepunkt dar. „Dort habe ich sehr nette und zuvorkommende Menschen kennengelernt und einen kleinen Einblick in den Tagesablauf der Familie erhalten. Auch das Partnerprogramm der Foreign Language School war top; die jungen Koreaner haben uns die Stadt Seoul näher gebracht. Aber wir waren auch in kleinen Gruppen alleine unterwegs und haben zum Beispiel einen Tempel besichtigt.“

„Unsere Besuche im Deutschen Haus waren nicht zu übertreffen. Wir haben gleich zwei Präsidenten getroffen, Bundespräsident Frank Walter Steinmeier und DOSB-Präsident Alfons Hörmann. Mit der Delegation des DOSB und des DOJL konnten wir interessante Fragen aus dem Bereich des Sports diskutieren. Es ist toll, die Menschen persönlich zu treffen, die man sonst nur aus den Medien kennt. Aber auch die La-Ola für den Olympiasieger in der Nordischen Kombination, Eric Frenzel, war sehr emotional, eine großartige Sache!“

Hier weitere Eindrücke von Justus Cohrs im „Wortraffer“:

Deutsches Haus
Ein für die Zeit der Winterspiele umgebauter Golfclub. Es lag auf einem Berg und war  zu Fuß oder mit dem Auto schnell zu erreichen. Ein großer Parkplatz stand für die Shuttle-Fahrzeuge zur Verfügung. Gleich am Eingang war eine Sicherheitskontrolle. Auf der rechten Seite befand sich ein Bäcker. Die Treppe ins Untergeschoss führte zur Garderobe und den Toiletten. Im Erdgeschoss gab es  einen großen Raum, der für Mahlzeiten und Events genutzt wurde. Essen konnte man sich entweder bestellen oder am Buffet selbst zusammenstellen. Der Presseraum schloss sich an diesen „Saal“ an. Auf mich machte das alles einen sehr heimatlichen Eindruck. Zu meiner Begeisterung  gab es deutsches Essen. Die Volunteers waren sehr nett und man konnte auch mal gut ein Wort mit ihnen wechseln.

Das Olympische Dorf
Die Unterkünfte der Athleten lagen etwa 10 Minuten Fußmarsch vom deutschen Haus entfernt. Am Eingang wieder eine Sicherheitskontrolle. Dort habe ich meinen Reisepass abgegeben und meine Akkreditierung erhalten. Es gab Essen aus den verschiedenen Nationen. Es war sehr cool zu sehen wo die Athleten untergebracht sind. Allerdings konnten wir die Zimmer nicht aufsuchen, wir waren aber in einem "Konferenzraum".

Wettkampfstätten
Die Wettkampfstätten sind extra für die Spiele gebaut worden. Sie waren übersichtlich und sehr komplex. Leider gab es nur einen Super-Store. Und der war verständlicherweise immer überfüllt. Aber ganz allgemein war es auf dem Eventgelände immer sehr voll.

Seoul
Das was ich von der Stadt Seoul gesehen habe, hat mich schon sehr beeindruckt. An jeder Ecke ist ein 7 Eleven oder ein Starbucks. Es gibt über ein Dutzend Einkaufspassagen. Alles ist mit Leuchtreklame ausgeschildert. Und: Es waren sehr viele Polizisten auf den Straßen zu sehen. Ob es nur aufgrund der Olympischen Spiele so war, weiß ich nicht.

Da wir die gleiche Bekleidung wie die deutschen Athleten trugen, wurden wir von Passanten oft um ein gemeinsames Foto gebeten. Sie haben uns bestimmt für deutsche Sportler gehalten.

Nachbereitung
Im Mai treffen sich alle Teilnehmer des DOJL zu einer Nachbereitung in Frankfurt. Und im Sommer kommt Gegenbesuch aus Südkorea. „Hoffentlich habe ich dann die auch die Möglichkeit, den jungen Asiaten die Schönheit unserer Landschaft bei hoffentlich tollem Sommerwetter zu zeigen!“