Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Christoph Merl und Gerhard Hillebrand im Gespräch

Gedeckelte A7

Südportal

02.11.2018

Vorstandsmitglieder und Experten des ADAC Schleswig-Holstein informierten sich vor Ort über den Baufortschritt des "Stellinger Deckels" über der A 7:

Christian Merl, der „Verkehrskoordinator A 7 und Grossraum Hamburg“ führte uns persönlich über die Baustelle.

Er erläuterte Baumaterialien und Bauweise des Tunnels. Wir haben etwas über Schwierigkeiten bei diesem Bauvorhaben und deren Überwindung erfahren. Es soll nach der weiteren Bau-Zeitplanung in der Oströhre zum Jahreswechsel 2018/2019 der Fahrbetrieb im Gegenrichtungsverkehr möglich sein.

Großen Raum nahmen die Lärmschutzmaßnahmen (Lärmschutzwände, Mittelwände, lärmarme Fahrbahnoberflächen sowie der Lärmschutztunnel) und die Sicherheitsvorkehrungen für das prognostizierte Verkehrsaufkommen von bis zu 165.000 Fahrzeugen/Tag im Jahr 2025 ein.

Im Abschnitt Stellingen belaufen sich die aktiven Lärmschutzmaßnahmen auf

  • 0,9 Kilometer Lärmschutztunnel,
  • 3,9 Kilometer Lärmschutzwände,
  • 0,3 Kilometer Mittelwände,
  • 1,1 Kilometer Lärmschutzwälle,
  • 2,7 Kilometer lärmarme, offenporige Fahrbahnoberfläche (OPA).

Die insgesamt 20 Lärmschutzwände im Abschnitt Stellingen haben eine Höhe zwischen vier und neun Metern. Um die enormen Höhen zu begrenzen, werden die meisten Lärmschutzwände mit einer Auskragung versehen, die auf der Grundlage schalltechnischer Untersuchungen hochabsorbierend ausgebildet sind.

Im Regelquerschnitt beträgt die lichte Weite 22,50 Meter (Richtungsfahrbahn Hannover) bzw. 22,60 Meter (Richtungsfahrbahn Flensburg). In beiden Röhren sind vier Fahrstreifen sowie ein Verflechtungsstreifen, ein Seitenstreifen und Notgehwege angeordnet.
Damit ist auch eine sechsstreifige Verkehrsführung in einer Tunnelröhre möglich.
Am Anschluss Stellingen wird der Querschnitt für die zusätzlichen Einfahr- bzw. Ausfahrstreifen aufgeweitet.

Auf der Tunneloberfläche werden ein Park und Kleingärten angelegt.

Einigkeit bestand auch darüber, dass trotz dieser Maßnahmen der Bau einer zweiten Elbquerung bei Glückstadt (A 20) zwingend und dringend geboten ist.

Ebenso ist der Sanierungsstau der A 1 in den kommenden Jahren vorrangig zu beheben.

Wir haben alle einen total interessanten Einblick in das Bauvorhaben hinter den Kulissen werfen dürfen. Die Komplexität der Materie beeindruckt sehr und wir wünschen bei der Umsetzung weiterhin eine glückliche Hand. Die Autofahrer im Norden können sich auf den Tag der Freigabe dieses Tunnels freuen, so die abschließende Feststellung des ersten Vorsitzenden des ADAC Schleswig-Holstein Gerhard Hillebrand.