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25.03.2018

Eindringlicher Appell zum Weiterbau der A 20

Mehr als 100 Delegierte haben am Sonntag (25. März) auf der Mitgliederversammlung des ADAC Schleswig-Holstein in Lübeck an die politisch Verantwortlichen appelliert, den Weiterbau der A 20 mitsamt einer Elbquerung endlich zu forcieren. Der Club will sich nach den Worten seines Vorsitzenden Gerhard Hillebrand in den kommenden Jahren konsequent zum digitalen Mobilitätsdienstleister wandeln, ohne dabei seine Kernkompetenz in der Pannenhilfe zu vernachlässigen.

Das zentrale verkehrspolitische Projekt A 20 mit überragender Zukunftsbedeutung für Schleswig-Holstein müsse endlich Gestalt annehmen. Von Finanzierungsvorbehalten, fehlenden Planungskapazitäten, Fledermäusen bis hin zu verwaisten Adlerhorsten sei in der Vergangenheit alles dabei gewesen, was das Herz eines überzeugten Fortschrittsgegners höher schlagen lasse. „Damit muss jetzt Schluss sein. Die Autobahn muss her, ohne Wenn und Aber“, so Hillebrand weiter.

Verkehrsunfallstatistik mit Optimierungspotenzial

Licht und Schatten sieht der Club bei der Verkehrssicherheit im Land: Zwar seien 2017 so wenig Menschen auf Schleswig-Holsteins Straßen ums Leben gekommen wie noch nie zuvor. 100 Verkehrstote und damit 12,3 Prozent weniger als im Vorjahr sei der niedrigste Wert seit Einführung der Verkehrsunfallstatistik. Doch das sei nur die eine Seite der Medaille: „Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Güterkraftfahrzeugen ist in den letzten fünf Jahren nämlich um 23 Prozent angestiegen. In diesem Vergleichszeitraum wurden 9,9 Prozent mehr Verkehrsteilnehmer verletzt oder getötet. Lkw-Unfälle haben oftmals besonders schwere Folgen für andere Verkehrsteilnehmer, gerade in den Dauerbaustellenbereichen während des Ausbaus der A7“, erläuterte Hillebrand.

Außerdem setze sich der in der Langzeitbetrachtung schon länger abzeichnende Trend fort, dass Kinder insbesondere als Fußgänger und Radfahrer im Straßenverkehr gefährdet seien. Insgesamt sei die Datenbasis zwar gering, aber die Verunglücktenzahlen stiegen seit Jahren an. „Kinder sind immer früher als Radfahrer im immer dichter werdenden Straßenverkehr unterwegs. Deshalb werden wir unsere Anstrengungen im Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit, gerade an Schulen und Kindergärten, noch verstärken“, versprach der Landes-vorsitzende.

Marke von 600.000 Mitgliedern übertroffen

Erfreuliches gab es bei den Zahlen zu berichten: Finanzvorstand Jörg Bierbass bilanzierte zum 31.12.2017 einen Mitgliederbestand von 602.189 – das entspricht einem Zuwachs von rund 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Somit kommen 2,98 Prozent aller ADAC-Mitglieder aus dem Bereich des nördlichen Regionalclubs, zu dem ganz Schleswig-Holstein mit Ausnahme der beiden südöstlichen Kreise Stormarn und Herzogtum Lauenburg gehört.