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10.05.2017

Stockelsdorf, 10. Mai 2017

Im vergangenen Jahr ereigneten sich in Schleswig-Holstein insgesamt 15.164 Wildunfälle. Der ADAC Schleswig-Holstein möchte gemeinsam mit dem Hegering IV, der Kreisjägerschaft Lübeck im Revier Großensteinrade, der Polizei und der Straßenverkehrsbehörde die Unfallschwerpunkte entschärfen.

Ein spezieller Duftstoff soll dabei helfen Schlimmeres zu verhindern. Am 10. Mai 2017 wurde ein weiterer ADAC Duftzaun an der Kreisstraße 13, nähe Stockels-dorf eingerichtet. Hier ereigneten sich alleine im vergangenen Jagdjahr 19 Wildunfälle mit Rehwild, 15 Unfälle mit Schwarzwild!
Gefährdet sind Auto-, Motorradfahrer und das Wild an den Bundes-, Kreis- und Landesstraßen. Im Bereich der Unfallschwerpunkte wird der ADAC-Duftzaun ausgebracht. An den gefährdeten Straßenrändern im Wildwechselbereich warnen spezielle Schaumdepots mit übel riechenden Duftstoffen das Wild. Von den, als s.g. Fressfeinde wahrgenommenen Düften irritiert, verhoffen die Tiere zunächst am Straßenrand. Dadurch haben Auto- und Motorradfahrer die Chance das Wild frühzeitiger zu sehen und ihr Tempo rechtzeitig zu drosseln. Zusätzlich wird die Duftzaunstrecke mit Hinweisbannern „Wildwechsel“  für die Autofahrer gekennzeichnet:

Dennoch sollten Verkehrsteilnehmer in diesen Bereichen nicht unbekümmert fahren, sondern immer mit erhöhter Aufmerksamkeit die Fahrbahnränder beobachten und die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit einhalten!

ADAC-Sicherheitstipps

  • Die Fahrbahnränder im Auge behalten, Sicherheitsabstand zum rechten Fahrstreifen halten. Stets auf mehrere Tiere einstellen. Das Wild flüchtet nicht immer auf dem kürzesten Weg, sondern oft vor dem Fahrzeug her.
  • Im Herbst und im Frühjahr überqueren viele Wildtiere besonders häufig die Straßen.
  • Besondere Aufmerksamkeit ist in der Dämmerung geboten, aber auch tagsüber quert das Wild immer wieder die Straße.
  • Tiere kennen weder Verkehrsregeln noch die Zeitumstellung!
  • Wenn Tiere auf der Straße stehen und sonst kein Verkehr herrscht, bremsen, hupen und gegebenenfalls abblenden, damit das Wild einen möglichen Fluchtweg findet.
  • Der ADAC warnt davor, dem Wild auszuweichen, wenn alle Vorsichtsmaßnahmen nichts nutzen. Um nicht andere Verkehrsteilnehmer zu gefährden, oder selbst gegen einen Baum zu prallen bzw. im Graben zu landen, hilft leider nur: Lenkrad fest umgreifen und bremsen!
  • Achtung: Bereits bei 60 Km/h hat ein Damhirsch ein Aufprallgewicht eines Nilpferdes von ca. 2,5 Tonnen !!

Einen Filmbeitrag des NDR zu dem Thema finden Sie hier.