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14.09.2021 Rainer Pregla

Sie erzielen mit ihren Fahrzeugen sofort höchste Aufmerksamkeit. Beim Anblick der glänzenden Karosserien schwelgen die Zuschauer sofort in ihren Erinnerungen. „So einen Mercedes 190SL von 1956 hatte mein Onkel auch mal“, meint Horst Weber, der an diesem Tag eigentlich mit seiner Familie in den Tierpark Neumünster wollte und nun den Start von Annette und Heinz-Peter Schierenbeck für die ADAC Classic Car Charity beobachtet. Da müssen Affe und der Eisbär noch ein wenig warten, denn die 170 Teilnehmer in ihren 78 Fahrzeugen fahren alle in bestens gepflegten Old- oder Youngtimerschätzchen vom Platz. Da muss man doch zuschauen.

Neugierige Blicke und der nostalgische Zauber werden für die Teilnehmer auf der 180 Kilometer langen Strecke durch Schleswig-Holstein stete Begleiter bleiben. Denn die Fahrzeuge mit den geschwungenen Kotflügeln, den chromverzierten Scheinwerfern, Spiegeln oder Kühlerfiguren ziehen permanent die Aufmerksamkeit auf sich. Das kennen die Besitzer schon und genießen es doch jedes Mal aufs Neue.

Die Ausfahrt wurde nun schon zum siebten Mal veranstaltet. Wieder ging es darum, mit jedem gefahrenen Kilometer etwas Gutes zu tun. Diesmal war der Erlös für die Tierparkvereinigung Neumünster bestimmt, auf deren Parkplatz vorm Tierpark auch der Ausgangspunkt lag.

40 Dörfer lagen auf der Strecke, nach einer Mittagspause auf Gut Pronstorf ging es weiter durch Wald und Wiesen, entlang Flüssen und Seen, über Hügel und durch malerische Kurven.

Ziel war der Marktplatz von Nortorf - wo die 78 Wagen in Reihen geparkt wurden. Das älteste Fahrzeug war ein Ford Model A Cabrio von 1929. Die jüngeren Kandidaten aus den 1990er Jahren zählen, obwohl über 20 Jahre alt, zu den Youngtimern. Etliche VW Käfer oder Porsche 911er nahmen ebenso teil, wie Exemplare, die man eher selten zu Gesicht bekommt, wie beispielsweise ein Renault 6 aus dem Jahre 1993.

8570 Euro kamen am Ende der siebten ADAC Classic Car Charity zusammen. Im Rahmen einer Feierstunde im Hotel – Restaurant „Alter Landkrug“, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem Essen zusammenkamen, überreichte ADAC Schleswig-Holstein e.V. Vorsitzender Gerhard Hillebrand einen symbolischen Scheck an Andreas Hering von der Tierparkvereinigung Neumünster. Dieser bedankte sich für diese „stolze Summe“, die der Tierpark, der in Folge der Pandemie auch hohe Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatte, „wirklich gut gebrauchen kann“. Das Affenhaus müsse umfangreich repariert werden. Da komme diese Spende genau zur rechten Zeit.

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