Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
13.08.2019 Carsten Carstensen

Im Rahmen eines internationalen Jugendaustausches besuchen zum wiederholten Male Jugendliche aus der Stadt Petach Tikva/Israel den Kreis Nordfriesland. Petach Tikva ist der regionale Partner vor Ort und liegt ca. 16 Kilometer nördlich von Tel Aviv.

Bereits seit 2010 besuchen sich Jugendliche aus Nordfriesland und Petach Tikva im jährlichen Wechsel. Organisiert wird der Austausch von der Sportjugend und dem Kreissportverband Nordfriesland e. V.

Matthias Hansen, Vorsitzender des Kreissportverbandes Nordfriesland e. V., der wiederholt Jugendgruppen nach Israel führt, sagte: „Der Sport verbindet uns alle und wir wollen mit dieser Maßnahme einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung leisten, gerade wo zur Zeit viel über Antisemitismus in Deutschland geredet wird“. In Israel sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gastfamilien untergebracht und bekommen somit die Möglichkeit, sich und die unterschiedlichen Kulturen besser kennen zu lernen. Vielfältige Programminhalte bringen der nordfriesischen Gruppe die Geschichte und das Land Israel sowie den jüdischen Glauben näher.

Mit von der Partie in Israel war 2018 auch Justus Cohrs, lizensierter Trainer und ADAC-Youngster-Cup-Pilot beim Automobilclub Nordfriesland e. V. Cohrs hatte zuvor als einziger Motorsportler an dem Deutschen Olympischen Jugendlager in PyeongChang, Südkorea, teilnehmen können. Seine Teilnahme war maßgeblich durch den ADAC Schleswig-Holstein, der Sportjugend Schleswig-Holstein sowie den Kreissportverband Nordfriesland u. a. gefördert worden. Nachdem der inzwischen siebzehnjährige Oberschüler über seine Eindrücke unter anderem bei der Sportjugend des Kreises berichtet hatte, war ihm seitens des Kreissportverbandes die Teilnahme an der Israelreise ermöglicht worden.

Bei dem jetzigen Gegenbesuch - vom 25.07.- 04.08.2019 haben 15 israelische Jugendliche Nordfriesland besucht - war Justus Cohrs wiederum mit Engagement dabei! Nicht nur, dass seine Eltern in Wittbek für drei Gruppenmitglieder die Funktion der Gasteltern übernommen hatten. Der Vorschlag von Justus Cohrs, den Gästen bei ihrem prall gefüllten Programm beim AC Nordfriesland ein paar entspannte und zugleich spannende Stunden zu bieten, stieß bei Matthias Hansen und beim AC-Clubvorstand auf offene Ohren.

Und so entwickelte sich das Besuchsprogramm an dem Tag zu einer Kombination aus historischer Rückschau und motorsportlicher Betätigung. Er begann mit einem Besuch in der KZ-Gedenkstätte kz-gedenkstaette-husum-schwesing.de  Husum-Schwesing. Der Nachmittag gehörte dann dem AC Nordfriesland, der in Schwesing sein Übungsgelände betreibt. Dort konnten die jugendlichen israelischen Gäste unter der Anleitung von Cohrs selbst erfahren, wie es sich anfühlt, ein Slalomkart zu steuern. Aber auch auf dem Beifahrersitz eines AC-Slalomautos, das sowohl von Rennfahrer Niklas Meisenzahl als auch von ACNF-Trainer Peter Peters gefahren wurde, vermittelten die ACNF-Aktivisten den Gästen ein wenig Motorsportfeeling. Das alles spielte sich in Englischer Sprache ab, so dass insbesondere die hiesigen Teilnehmer einmal internationales Flair spürten.

Jedenfalls zeigten sich sowohl die Jugendlichen als auch ihre Teamer am Ende des Tages überaus begeistert von dem Angebot, das ihnen hier unterbreitet worden war. Und nicht zuletzt war auch Matthias Hansen von dem Angebot des ACNF sehr angetan und resümierte: “Es ist schon toll zu sehen, was es in unserem Kreissportverband an vielfältigen Angeboten gibt! Auch ich bin heute um einige Erfahrungen reicher geworden.“