
Rallyesport
Die Faszination des Rallyesports packt jeden Motorsportfan spätestens dann, wenn er einmal life bei einer Rallye dabei war. Auf Straßen und Wegen, wo man sonst an die Regeln der Straßenverkehrsordnung gebunden ist, einmal auf Bestzeit zu fahren, ist nur dann möglich, wenn sich Motorsportler bei einer Rallyeveranstaltung treffen. In unterschiedlichen Klassen, je nach Verbesserung der Fahrzeuge, deren Hubraum und Leistung, werden die Fahrzeuge eingeteilt. Die Fahrerinnen und Fahrer müssen grundsätzlich im Besitz einer vom Deutschen Motor Sport Bund ausgestellten Fahrerlizenz sein, um an dem interessanten Sport teilzunehmen.
ADAC Rallye Masters weiter auf Erfolgskurs
Erneuter Teilnehmerzuwachs 2011 – Attraktiver Kalender für 2012
Das ADAC Rallye Masters war auch 2011 weiter auf Erfolgskurs. Bei den sieben Veranstaltungen in ganz Deutschland kämpften über 450 Teams um Punkte, Pokale und Preisgelder. Damit wurde das Rekordergebnis der Saison 2010 nochmals übertroffen. Seit der Erstauflage der attraktiven Breitensportserie des zweitgrößten Automobilclubs der Welt in 2006 stieg die durchschnittliche Teilnehmerzahl je Lauf von rund 50 auf inzwischen über 65 Teams. Aber auch Spannung war garantiert, bis zum Finale hatten noch sechs Teams die Chance auf den Titel. Und mit Holger Knöbel feierte ein Pilot in Ostbayern den Masters-Sieg, der sich an gleicher Stelle genau 10 Jahre zuvor den Titel im ADAC Rallye Junior Cup sicherte.
ADAC Sportpräsident Hermann Tomczyk zeigt sich über die positive Entwicklung sehr erfreut: „Unser Konzept für das ADAC Rallye Masters hat sich mittlerweile bewährt. Die steigenden Teilnehmerzahlen verdeutlichen die große Beliebtheit des ADAC Rallye Masters. Die Kombination aus Ausschüttung eines attraktiven Preisgeldes, geringem Nenngeld und zeitgemäßer Rallye-Veranstaltungen hat sich bei Fahrern und Teams etabliert. Auch die Veranstalter verzeichnen steigende Zuschauerzahlen. Ich freue mich heute schon auf die kommende Saison.“
Für die Saison 2012 stehen insgesamt acht attraktive Veranstaltungen auf dem Fahrplan der Aktiven. Von der Ostsee bis nach Ostbayern und vom Saarland bis nach Sachsen sind die Veranstaltungen über ganz Deutschland verteilt. Vier der sechs Vorläufe gehen in die Endwertung ein, dazu kommen noch die beiden Finalläufe in Baden-Württemberg und bei der ostbayrischen 3-Städte-Rallye.
Das Konzept mit kurzen aber anspruchsvollen Veranstaltungen hat sich ebenso bewährt wie die Aufteilung in bislang sieben leistungsgerechte Divisionen. In der Saison 2012 gibt es nun erstmals zusätzlich die Division 8 für historische Fahrzeuge nach dem internationalen Reglement des 'Anhang K'. "Damit können nun auch die Teams um Punkte und Preisgelder kämpfen, die bislang nur als Gaststarter bei unseren Masters-Läufen dabei waren", erklärt Serienkoordinator Josef Kaspar. Bis zu 45 000 Euro Preisgeld gibt es im ADAC Rallye Masters und dem dabei ausgetragenen ADAC Rallye Junior Cup in der kommenden Saison zu gewinnen. Das ermäßigte Nenngeld beträgt nur 250 Euro je Veranstaltung.
Das bewährte Reglement wurde für 2012 nur in Details verändert. So wurde die Punktevergabe dem internationalen Standard aus der Rallye-Weltmeisterschaft angeglichen.
Terminkalender ADAC Rallye Masters 2012
und ADAC Rallye Junior Cup 2012
| 20./21.04.2012 | 49. ADMV Rallye Erzgebirge, Stollberg |
| 04./05.05.2012 | 25. ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land, Sulingen |
| 15./16.06.2012 | 42. ADAC Rallye Stemweder Berg, Stemwede |
| 29./30.06.2012 | ADAC Rallye Niedersachsen, Osterode/Harz |
| 03./04.08.2012 | 23. ADAC Litermont-Rallye, Nalbach |
| 07./08.09.2012 | 5. ADAC Ostsee-Rallye, Grömitz |
| 28./29.09.2012 | ADAC Rallye Baden-Württemberg, NN |
| 26./27.10.2012 | ADAC 3-Städte-Rallye, Kirchham |
Stand: 23. November 2011
Knöbel gewinnt ADAC Rallye Masters
Porsche-Doppelsieg beim Masters-Finale zur ADAC 3-Städte-Rallye
Mit einem Doppelsieg der Porsche 911 GT3-Teams Ruben Zeltner / Helmar Hinneberg (Lichtenstein / Dresden) vor Timo Bernhard / Klaus Wicha (Dittweiler / Bad Hersfeld) endete die ADAC 3-Städte-Rallye (21. - 22. Oktober 2011). Der dritte Gesamtrang auf der Zielrampe im Haslinger Hof bei Bad Füssing sicherte Holger Knöbel / Thomas Mönkemöller (Rheda-Wiedenbrück / Bielefeld) im Subaru Impreza den Sieg im ADAC Rallye Masters 2011. Der Vize-Titel geht an den erst 20-Jährigen Sepp Wiegand (Zwönitz) mit Co-Pilotin Claudia Harloff im Suzuki Swift. Der sächsische Newcomer sicherte sich in seiner ersten kompletten Rallye-Saison damit auch den Titel im ADAC Rallye Junior Cup. Mit nur einem Punkt Rückstand belegen Niklas Birr / Nico Eichenauer (Zossen / Blumberg) im Renault Clio R3access den dritten Platz in der Masters-Tabelle.
Die Ausgangslage vor dem Finale des ADAC Rallye Masters war gewohnt spannend. Sechs Teams hatten noch Chancen auf den Titel, die Top-3 lagen innerhalb von nur sieben Punkten. In der extrem starken Division 4 erkämpfte sich Tabellenleader Holger Knöbel Position um Position und fuhr auf den dritten Gesamtrang und zum Divisionssieg. Genau 10 Jahre nach seinem Sieg im ADAC Rallye Junior Cup 2001 wurde er nun an gleicher Stelle Sieger des ADAC Rallye Masters. "Das ist einfach nur schön, ich bin dabei, diesen Erfolg zu genießen", strahlte Knöbel. "Nachdem wir den Auftaktlauf auslassen mussten und dann auch nochmals ausgefallen sind, haben wir nur noch von Lauf zu Lauf geschaut und die Saison einfach genossen." Mit 3 Gesamtsiegen in Folge im neu erworbenen Allrad-Subaru legte er den Grundstock für den Titel.
Seine geradezu sagenhafte erste volle Saison im Rallyesport krönte der sächsische Youngster Sepp Wiegand mit Rang zwei im Masters und dem Sieg bei den ADAC Junioren. Sechs Divisionssiege bei sechs Starts zeugen von einer beeindruckenden Konstanz. Zweimal fuhr Wiegand, der beim Auftakt im VW Lupo und anschließend im Suzuki Swift unterwegs war, unter die besten acht der Gesamtwertung und sicherte sich damit wichtige Zusatzpunkte. "Der Titel im Junior Cup war unser Saisonziel, aber dass ich in dem kleinen Auto in der Masters-Wertung so weit nach vorne fahren kann, davon wagten wir noch nicht einmal zu träumen. Besser hätte es nicht laufen können. Manchmal muss ich mich selbst zwicken um zu realisieren, was in diesem Jahr so alles passiert ist."
Niklas Birr war 2000 und 2001 ebenfalls erfolgreich bei den ADAC Junioren unterwegs. Mit einem Schlussspurt in Ostbayern sicherte er sich noch den Divisionssieg im Renault Clio R3. "Der dritte Platz im Masters ist die Krönung einer meiner bislang besten Saisons", freute sich Birr bei der Siegerehrung. "Das Masters bietet bundesweit tolle Veranstaltungen auf einem Top-Niveau. Zudem war unsere Division hart umkämpft, was immer Spannung garantierte." Birr und der nur einen Punkt vor ihm liegende Wiegand treffen sich in diesem Jahr nochmals: Nachwuchstalent Sepp Wiegand darf beim Finale der Rallye-Weltmeisterschaft in Wales für VW Motorsport einen Skoda Fabia S2000 pilotieren. Und Niklas Birr arbeitet dort als Mechaniker im WM-Team von VW Motorsport.
"Sieben Starts, sieben Zielankünfte, der Sieg in der Division 2 und der vierte Platz in der Masters-Endwertung, das ist doch ein geniales Ergebnis",
strahlten die BMW M3-Piloten Udo Schiffmann (Nomborn) und Co Michael Knaack (Usingen) um die Wette. "Eigentlich wollten wir in diesem Jahr nur mal ins Masters hineinschnuppern, jetzt kommen wir im nächsten Jahr sicher wieder."
Einige Anwärter auf den Gesamtsieg mussten beim Masters-Finale im ostbayerischen Bäderdreieck schon sehr früh die Heimreise antreten. Vorjahressieger Hermann Gaßner (Mitsubishi) und der Tscheche Jan Slehofer (Subaru) haderten mit der Technik. Jan Becker musste seinen Subaru nach einem Unfall abstellen. Vom Start weg übernahm sofort Ruben Zeltner die Führung, immer dicht gefolgt von Timo Bernhard in einem weiteren Porsche 911 GT3. "Ich musste ganz schön Tempo machen, damit ich Timo hinter mir halten konnte", erklärte Zeltner, der im Moment von Sieg zu Sieg eilt und fügt schmunzelnd hinzu: "So langsam wird mir diese Erfolgsserie selbst unheimlich. Aber ich liebe dieses Auto und bin mit ihm inzwischen wie verwachsen." Timo Bernhard, LeMans-Sieger und ADAC Motorsportler 2010, war mit Rang zwei zufrieden. "Ich brauche immer etwas Zeit um mich daran zu gewöhnen, dass ich bei einer Rallye nicht alleine im Auto sitze. Durch einen Reifenschaden habe ich dann in der vorletzten Prüfung endgültig den Anschluss an Ruben verloren."
Die '3-Städte' war auch das Finale des Mitropa-Cup, der Europameisterschaft der Privatiers. Nach dem Ausfall von Tabellenleader Hermann Gaßner ging der Titel an seine slowenischen Teamkolleginnen Asja Zupanc / Blanka Kacin in einem Mitsubishi Lancer.
ADAC Rallye Junior Cup
Sepp Wiegand gewinnt ADAC Rallye Junior Cup
Mit dem sechsten Divisionssieg beim sechsten Start sicherte sich der 20-jährige Sepp Wiegand (Zwönitz) bei der ADAC 3-Städte-Rallye (21. – 22. Oktober 2011) unangefochten den Sieg im ADAC Rallye Junior Cup 2011. „Ich wollte den Junior Cup gewinnen, das war das klare Saisonziel – und es hat tatsächlich geklappt“, strahlte der Sachse im Suzuki Swift auf der Zielrampe im Haslinger Hof bei Bad Füssing.
Die beiden ersten Plätze bei den ADAC-Junioren belegten zwei Zwanzigjährige. Wie Wiegand begann auch Valentin Hummel (Bensheim) erst vor gut einem Jahr mit dem Motorsport für Allrounder. Als Sieger der ADAC Rallye-Schule 2010 hatte er einen Freistart beim Masters-Auftakt im Erzgebirge. „Der zweite Platz im Junior Cup ist ein geniales Resultat“, freute sich Hummel, „Sepp war zu stark, der war nicht zu schlagen. Ich hoffe, dass dieses Jahr eine gute Grundlage für den geplanten Start in der WRC Akademie 2012 ist.“
Der Vorjahres-Vize landete im Suzuki Swift diesmal auf Rang drei: „Das Jahr bot viele spannende Kämpfe, für mich war es aber irgendwie verkorkst“, erklärte Thomas Bareuther (Marktredwitz) wenige Tage nach seinem 21. Geburtstag im Ziel, „Sepp zu schlagen ist fast unmöglich, dafür ist der zu ‚krass’ drauf. Dennoch, mit Platz drei bin ich sehr zufrieden.“ Zwei weitere Youngster sorgten beim Finale in Ostbayern für Aufsehen. Raffael Sulzinger (26, Tittling) fuhr im Ford Fiesta im Feld der 93 Starter bis auf den sechsten Gesamtrang nach vorn. Der 20-jährige Leo Wolf (Regensburg) sicherte sich bei seiner Premiere im Subaru Impreza WRX Platz acht.
Herbold / Kölbach gewinnen ADAC Wikinger Rallye
Wallenwein übernimmt DRM Führung - Bernhard mit erster DRM-Bestzeit Strahlender Sonnenschein, fast 100 Starter aus vier Nationen, darunter die Top-Piloten aus Deutschland und Dänemark, anspruchsvolle Wertungsprüfungen in Angeln, dem ‚hügeligen Land’ mit einem riesigen Zuschaueransturm und nicht zuletzt ein Rallye-Fest auf dem zum Service-Platz umfunktionierten Marktplatz inmitten von Süderbrarup: Die ADAC Wikinger Rallye (24. – 26. März 2011) zeigte sich von ihrer attraktivsten Seite. Mehr...
Knöbel / Mönkemöller gewinnen auch an der Ostsee
Spitze im ADAC Rallye Masters weiter dicht zusammen
Mit dem dritten Gesamtsieg in Folge übernahmen Holger Knöbel / Thomas Mönkemöller (Rheda-Wiedenbrück / Bielefeld) nun auch die Führung im ADAC Rallye Masters 2011. Auf der Zielrampe der ADAC Ostsee Rallye (09.-10. September 2011) im Ostseebad Grömitz lagen Knöbel / Mönkemöller im Subaru Impreza WRX knappe 5,1 Sekunden vor den dänischen Vorjahres-Siegern Kim Boisen / Jesper Petersen im BMW M3. Das Podium nach 12 anspruchsvollen Wertungsprüfungen (139,38 Kilometer) komplettierten Klaus Osterhaus / Harald Brock (Unna / Meinerzhagen) im Mitsubishi Lancer. Vor dem letzten der beiden Finalläufe bei der ADAC 3-Städte-Rallye (21.-22. Oktober 2011) in Ostbayern liegt Knöbel mit 111 Punkten an der Masters-Spitze. Platz zwei belegt der bisherige Leader Sepp Wiegand (Zwönitz, Suzuki Swift) mit 105 Zählern, der 20-jährige konnte damit auch seine Führung im ADAC Rallye Junior Cup ausbauen. Auf Platz drei schob sich Niklas Birr (Zossen, Renault Clio R3) mit 104 Punkten. Vor dem Finale in Bayern haben noch sechs Teams Chancen auf den Titel des ADAC Rallye Meister 2011.
Holger Knöbel strahlte auf der Zielrampe in Grömitz. Nachdem er zusammen mit Co-Pilot Thomas Mönkemöller beim Masters-Lauf in Stemwede Mitte Juni seinen ersten Gesamtsieg feierte, siegte er auch in Niedersachsen und macht mit dem Erfolg bei der Ostsee-Rallye seinen Hattrick komplett. Durch diese Erfolgsserie übernahm er auch die Führung im ADAC Rallye Masters. "Das war sehr anstrengend heute. Auf der ersten Schleife waren wir mit Trockenreifen im Regen unterwegs. Wir konnten uns zwar hinter Guido Imhoff auf Platz zwei halten, dabei gab es jedoch einige absolute 'Aha'-Momente", erklärte Knöbel, "zudem war das die anspruchsvollste und beste Ostsee-Rallye, die ich bislang gefahren bin." Der Sieger des ADAC Rallye Junior Cup von 2001 zur Masters-Führung: "Mit diesem Sieg haben wir uns die optimalsten Voraussetzungen für das Finale geschaffen." Der dänische Vorjahressieger Kim Boisen hätte seinen Erfolg gerne wiederholt: "Auf den Regenprüfungen am Morgen haben wir im BMW M3 zuviel Zeit verloren. Aber in Putlos hat uns auch dieses Jahr keiner geschlagen, das entschädigt ein wenig für den entgangenen Sieg." Hinter Klaus Osterhaus, "Holger Knöbel war hier nicht zu schlagen", fuhren Niklas Birr und Nico Eichenauer im Renault Clio R3 auf den vierten Gesamtrang. Damit schoben sie sich auf den dritten Platz der Masters-Zwischenwertung und haben berechtigte Chancen auf den Titel. "Der Kampf um den Sieg in der Division 3 war sehr hart, zudem lagen wir einmal bei der Reifenwahl vollkommen daneben. Wir haben zwar von den Fehlern und Ausfällen der Konkurrenten profitiert, mit dem Divisionssieg und dem vierten Gesamtrang sind uns jetzt aber optimale Voraussetzungen fürs Finale gelungen", erklärte Birr.
Die lange Liste derer, die den anspruchsvollen Ostsee-Prüfungen Tribut zollen mussten führt Guido Imhoff an. Er lag nach den Regenprüfungen an der Spitze, bevor er seinen VW Golf Kit-Car vorzeitig abstellen musste. Die BMWPiloten Olaf Müller, Johnny Pedersen und Henrik Hanser verloren durch ihre Ausfälle den Kontakt zur Masters-Spitze. Thomas Leipold (24, Schlüchtern) fiel im Suzuki Ignis S16000 durch einen Reifenschaden schon in der ersten Prüfung weit zurück. Der Youngster kämpfte sich wieder bis auf Rang sechs nach vorne, bevor ihn die Technik in der Finalprüfung wieder zurückwarf. Vor allem in den regennassen Morgen-Prüfungen setzten sich zwei Zwanzig-Jährige in ihren leistungsschwachen Sportgeräten deutlich in Szene. Sepp Wiegand lag im kleinen Suzuki Swift stellenweise auf Gesamtrang sechs! Seine Bestellung für weitere Regenfälle am Nachmittag wurde jedoch nicht erfüllt: "Jetzt kommen doch die starken Autos und ziehen im Trockenen alle an mir vorbei." Zusammen mit Co-Pilotin Claudia Harloff verteidigte er selbst auf den nun trockenen Prüfungen den siebten Gesamtrang bis ins Ziel. "Ich hätte bei der Starterliste nie geglaubt, dass ich neben den Punkten für den Divisions-Sieg hier auch noch zwei Zusatzpunkte für die Gesamtwertung erreichen könnte", strahlte der Youngster im Ziel, der nun auch zu den Favoriten auf den Masters-Sieg zählt. Nach der letzten Prüfung lag Valentin Hummel mit Co-Pilotin Katja Geyer im BMW 120d ebenso sensationell auf dem sechsten Gesamtrang. Doch eine Strafzeit von 2:10 Minuten wegen einer Verspätung auf dem Weg zur Zielrampe warf ihn aus den Top-Ten. Der Youngster erklärte sein Missgeschick: "Auf der letzten Prüfung, einem Rundkurs mit vier Runden, sind wir schon nach einer Runde auf Maurice Moufang aufgelaufen. Ich kam nicht vorbei und musste bis ins Ziel hinter ihm fahren. Das hat mich sehr geärgert weil ich befürchtete, durch den Zeitverlust meine tolle Gesamtplatzierung zu verlieren. Deshalb stand ich auf der Verbindungsetappe zum Ziel vollkommen 'neben mir' und bin in einen Graben gerutscht. Durch die Bergung kamen wir 13 Minuten zu spät ins Ziel." Trotz dieser Zeitstrafe gewann Hummel die Diesel-Division vor Moufang. Kai-Dieter Kölle, der schnelle Landwirt aus Ost-Holstein, fuhr mit Bianca Hutzfeld im Porsche 911 Carrera beim Heimspiel auf Gesamtrang fünf. Durch diesen Erfolg sicherte sich das Duo auch den Sieg im Norddeutschen ADAC Rallye Cup. Platz zwei der norddeutschen Top-Serie belegte trotz Ausfall Henrick Hanser vor Thomas Bareuther. Bester Diesel-Pilot wurde Valentin Hummel.
ADAC Rallye Junior Cup
Wiegand auf Meisterkurs
Der 20-jährige Sepp Wiegand (Zwönitz) ist im ADAC Rallye Junior Cup nach dem ersten der beiden Finalläufe auf Meisterkurs. Im kleinen Suzuki Swift feierte der schnelle Youngster bei der ADAC Ostsee Rallye (09.-10. September 2011) bei fünf Starts den fünften Divisions-Sieg. Mit einem der leistungsschwächsten Fahrzeuge im Feld fuhr er auf der Zielrampe im Ostseebad Grömitz bis auf den siebten Gesamtrang nach vorne, so erhielt er noch zwei Zusatzpunkte für die Gesamtwertung. Vor dem Finale bei der ADAC 3-Städte-Rallye (21.-22. Oktober 2011) führt der die Meisterschaft der ADAC Junioren mit nun 105 Punkten deutlich an. 23 Zähler zurück liegt der ebenfalls 20-jährige Valentin Hummel (Bensheim). Nach einer sensationellen Fahrt im BMW 120 Diesel lag er nach der letzten Wertungsprüfung auf dem sechsten! Gesamtrang. Ein Ausrutscher auf dem Weg zur Zielrampe kostete viel Zeit und warf ihn auf Gesamtrang 13 zurück. Es reicht jedoch immer noch, die Diesel-Division vor seinem BMW-Markenkollegen Maurice Moufang (23, Nidda) zu gewinnen. Auch den dritten Platz in der Youngster-Wertung belegt mit Thomas Bareuther ein 20-jähriger. Der Vize-Meister des Vorjahres steuerte seinen Suzuki Swift hinter Wiegand auf den zweiten Divisionsrang. "Sepp ist extrem schnell geworden, ich kann seine Zeiten kaum noch mitgehen", erklärte der Bayer. Marcel Wendt (23, Stemwede) festigte im Suzuki Swift mit Divisions-Rang drei hinter Wiegand und Bareuther seinen vierten Platz in der Zwischenwertung. Markus Schulz (25, Lohmar) schob sich im Opel Kadett GSI hinter Maurice Moufang auf Rang sechs im ADAC Rallye Junior Cup.





















