
Bahnsport
Der MSC Brokstedt e.V. ist der aktivste Ortsclub des ADAC Schleswig-Holstein im Bereich des Bahnsports. Mit mehreren Veranstaltungen im Jahr gelingt es ihm immer wieder Zuschauer für diesen Sport zu begeistern. Darüber hinaus ist der Club auch in der 1. und 2. Bundesliga aktiv.
Gemeinsam helfen
Versteigerung: „Catman“ und „Kiezkicker“ machen gemeinsame Sache
„Ich wollte einfach nur etwas Gutes tun und hatte nach meinem letzten Langbahn-Grand-Prix diese einfache Idee.“ Für Stephan Katt, Bahnsportprofi aus Neuwittenbek bei Kiel, steht soziales Engagement ganz hoch im Kurs. „Ich habe mir gedacht, dass es möglich sein sollte aus dem sportlichen Erfolg einen Nutzen zu ziehen, der einem guten Zweck dient.“ Schnell war ein entsprechender Plan geschmiedet. „Ich habe mir gedacht meine Rennweste, die ich bei den sieben Langbahn-WM-Läufen getragen habe zu versteigern.“ Ein entsprechender Nutznießer war schnell gefunden. „Mein Pressesprecher Michael Schubert stellte mir das Projekt Appen musiziert vor und ich war sofort überzeugt hier eine Institution zu unterstützen die genau meinen Vorstellungen entspricht.“ Seit vielen Jahren unterstützt dieses Projekt die Elternselbsthilfegruppe krebskranker Kinder im Universitätskrankenhaus Eppendorf (UKE) in Hamburg. Mit seiner Idee zur Hilfe blieb der amtierenden Deutsche Langbahnmeister und Mannschaftskapitän der Deutschen Langbahn-Equipe, die in diesem Jahr zum fünften Mal in Folge den Weltmeisterschaftstitel erringen konnte, nicht lange allein. „Während eines Gastspiels des FC St.Pauli in Lüneburg bei dem ich zusammen mit meinem Teamkollegen Danny Maaßen in der Halbzeitpause Einblicke in den Motorradsport geben durfte, knüpfte ich Kontakte zum Fußballclub vom Kiez. Die Jungs fanden meine Pläne gut uns sicherten mir ihre Unterstützung zu.“ Gesagt – getan. Kurzerhand stellet der Zweitligist ein Trikot mit sämtlichen Unterschriften der aktuellen Mannschaft zur Verfügung, welches zusammen mit der Rennweste des „Catman“ versteigert werden soll. Dabei handelt es sich um ein Original-Trikot von Ralph Gunesch, welches die „Nummer 11“ des FC St.Pauli während des ersten Zweitliga-Spiels des Kiez-Club in dieser Saison getragen hatte („match worn“). „Ralle ist ein echter Motorsportfan – das passt!“ Anlässlich einer Trainingseinheit des FC St.Pauli nutzte Katt, der in der kommenden Saison erneut für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC in der Speedway-Bundesliga starten wird, die Gelegenheit zu einem „small-talk“ mit Gunesch. Beide Profisportler waren sich dabei einig das Sport verbindet – besonders, wenn er einer guten Sache dient!
Die Auktion der WM-Weste und des Fußball-Trikots läuft derzeit auf der Internetseite von Stephan Katt unter www.stephankatt.de.
Maaßen und Katt machen Werbung für Bahnsport
Neuwittenbek/Nordhastedt/Brokstedt. Was Danny Maaßen und Stephan Katt den Fußball-Fans in Lüneburg präsentierten, war Werbung-Pur für den Bahnsport. Anlässlich des Freundschaftsspiels des MTV „Treubund“ Lüneburg gegen den FC St.Pauli, waren die beiden Zweirad-Asse, die gemeinsam in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC starten, die heimlichen Stars des Nachmittages. Vor mehr als 2000 Fußballfans durften die beiden Schleswig-Holsteiner während der Halbzeitpause eine Kostprobe ihres Könnens auf zwei Rädern bieten und in Interviews zudem einen tiefen Einblick in „ihren“ Sport geben. „Das war schon ein ganz besonderes Erlebnis hier einmal auftreten zu dürfen“, so Stephan Katt. Der amtierende Deutsche Meister auf der Langbahn zeigte sich ebenso wie Teamkollege Maaßen begeistert von der tollen Atmosphäre im Stadion an der Uelzener Strasse. In der Tat gab es Szenenapplaus nach den Showeinlagen der beiden Bahnsportprofis, die selbst auf der Tartanbahn im Stadion mit ihren Motorrädern mit spektakulären Szenen glänzten. „Das ist natürlich eine ganz andere Atmosphäre als auf der Rennbahn. Aber die Fans peitschen uns auch hier nach vorn – einfach genial!“ Sowohl Katt als auch Maaßen hatten in Lüneburg ihren Spaß und nutzten die Gelegenheit reichlich Werbung für den Bahnsport zu machen. „Es wäre schön wenn sich einige Fußballfans in der kommenden Saison an uns erinnern und uns dann bei unseren Rennen unterstützen.“ Nach dem Fußballspiel, dass der Zweitligist vom Hamburger Kiez standesgemäß mit 13:0 gewann, nutzten Katt und Maaßen noch einmal die Gelegenheit den Fans im Stadion mit einigen spektakulären „burn-outs“ förmlich einzuheizen. Beeindruckt zeigte sich am Ende auch der Trainer des FC St.Pauli, André Schubert, der sich auf der anschließenden Pressekonferenz umfangreich in die Feinheiten im Speedway von Stephan Katt und Danny Maaßen einführen lies. Schubert meldete dabei schon einen Rennbesuch in der nächsten Saison an.
Text: Michael Schubert
Mit weltmeisterlichen Tips zum Erfolg
Egon Müller unterstützt Nachwuchstalent
„Er ist entschlossen. Er hat die richtige Portion Ehrgeiz und er zählt mit Sicherheit zu den größten Talenten im Speedwaysport in Deutschland!“ Egon Müller weiß wovon er spricht. Bis heute ist der Rodenbeker der populärste Deutsche Bahnsportler. Mit dem Gewinn des Weltmeistertitels im Speedway machte sich Müller 1983 nahezu unsterblich. Geht es nach den Meinungen der Experten ist dieser Titel ein Titel für die Ewigkeit – aus deutscher Sicht. Viele Talente kamen und gingen und viele Hoffnungen auf eine Renaissance des Bahnsports in Deutschland mussten immer wieder begraben werden. Geht es nach Müller soll sich dieser Umstand nun ändern. Der Nachwuchsfahrer, den Egon Müller derzeit in höchsten Tönen lobt, ist kein anderer als Danny Maaßen. Der 17jährige Nordhastedter hat bereits seine zweite Saison in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC bestritten, belegte in der abgelaufenen Serie den dritten Platz in der Deutschen Speedway-U21-Meisterschaft und durfte in seiner noch jungen Karriere bereits reichlich internationale Luft schnuppern. Angesprochen auf seine Zukunftspläne gibt sich der Schleswig-Holsteiner zielstrebig. „Ich will Speedway-Profi werden!“ Dafür tut der Nordhastedter alles. Statt Discobesuchen stehen bei Maaßen einmal mehr Einheiten im Fitnessstudio auf dem Programm. „Im nächsten Jahr starte ich richtig durch.“ Gerade dieser Biss und diese Einstellung sind es, die Egon Müller imponieren. „Er ist so wie ich damals war – hungrig auf den Erfolg!“ Müller selbst steht dem Nachwuchstalent aus dem hohen Norden mit Rat und Tat zur Seite. Die Aufgaben im Team sind dabei klar abgesteckt. Während Vater Volker Maaßen die Motoren für seinen Sohn tunt gibt es die entsprechenden Ratschläge des Weltmeisters. „Volker versteht sein Handwerk. Ich gebe meine Tips, die ich aus meinen eigenen Erfahrungen schöpfe.“ Einen ersten gemeinsamen Auftritt hatte das neu formierte Team beim Finallauf der Deutschen Speedway-U21-Meisterschaft in Brokstedt. „Wir haben vorher die Motoren auf Egons Leistungsprüfstand gecheckt und die optimale Einstellung vorgenommen.“ Dany Maaßen zeigte sich begeistert von seinen Aggregaten und servierte den Fans ein überzeugendes „Maximum“. „Von Egon kann ich noch sehr viel lernen. Ich bin wirklich dankbar für seine Unterstützung.“ Müller indes empfindet das Auftreten Maaßens einmal mehr als Genugtuung. „Danny setzt die Ratschläge konsequent um. Ganz klar war zu sehen, dass er das Motorrad bestimmt und nicht von seinem Motorrad bestimmt wird!“ Die Richtung stimmt laut Müller, wobei er gleichzeitig die Euphoriebremse tritt. „Der Weg für den sich Danny entschieden hat ist sehr steinig. Wenn er aber konsequent seinen Kurs hält wird er allerdings Erfolg haben.“ Geht es nach Egon Müller wird es zukünftig ein Weg, den beide gemeinsam gehen werden.
Schade, dass es schon vorbei ist
Stephan Katt zieht positives Fazit
Die Bahnsportsaison neigt sich dem Ende entgegen. Für den Motorrad-Profi Stephan Katt ist es Zeit, ein Fazit aus den sportlichen Geschehnissen im Jahre 2011 zu ziehen. „Natürlich bin ich froh ohne große Verletzungen durch die Saison gekommen zu sein. Trotzdem finde ich es schade, dass es für dieses Jahr schon vorbei ist.“ Für den Neuwittenbeker, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC startet, blieb das ganz große sportliche Ziel dabei jedoch unerreicht. „Natürlich wäre ich gern Einzel-Weltmeister auf der Langbahn geworden. Einige technische Probleme gepaart mit anderen Unwegsamkeiten ließen den ganz großen Wurf jedoch nicht zu.“ Trotzdem darf der 32jährige zufrieden mit dem Abschneiden in der „Königsklasse“ sein, konnte Katt doch mit dem dritten Rang in der Endabrechnung sein bisher bestes Ergebnis in diesem Wettbewerb einfahren. Am Ende gab sich der „Catman“ dabei noch einmal kämpferisch um lediglich mit zwei Punkten Distanz hinter dem Zweitplatzierten die Serie abzuschließen. „Es freut mich natürlich, dass es am Ende noch einmal so spannend wurde.“ Seinen größten Triumph feierte der Schleswig-Holsteiner in diesem Jahr jedoch zweifellos im Dress der Deutschen Langbahn-Nationalmannschaft. „Allein die Tatsache, dass ich als Mannschaftskapitän für Deutschland starten durfte, war für mich Ehre und Verpflichtung zugleich. Ganz nebenbei hat diese Nominierung mich allerdings auch wahnsinnig gefreut.“ Katt nahm die Herausforderung an und führte sein Team auf dem Eichenring in Scheeßel ganz souverän zum Weltmeisterschaftstitel. Eine lange Verschnaufpause blieb ihm und seinem Team danach nicht. Mit der Verteidigung des Titels des Deutschen Meisters auf der Langbahn belohnte sich Katt für seine konzentrierte Arbeit. „In Herxheim stimmte einfach alles. Der Druck war natürlich immens. Als ich am Ende auf dem Siegerpodest ganz oben stand, wusste ich aber das wir letztlich alles richtig gemacht haben.“ Neben seinen „Auftritten“ auf der Langbahn feierte Katt in diesem Jahr zudem einige beachtenswerte Erfolge im Speedway. „Als ich im letzten Jahr mit dem Sportleiter des MSC Brokstedt, Karl-Heinz Spur, und meinem Pressesprecher Michael Schubert über die anstehende Saison gesprochen habe, haben mich beide in die Pflicht genommen. Letztlich bin ich sehr dankbar, dass die Verantwortlichen in Brokstedt mir das Vertrauen geschenkt und auch in diesem Jahr auf mich gebaut haben.“ In der Tat erfüllte Stephan Katt die Erwartungen im Umfeld der „Wikinger“ über die Maße. „Stephan hat uns einmal mehr überzeugt. Er hat sich voll engagiert und sehr gute Leistungen gezeigt.“ Für den Vorsitzenden des MSC, Wolfgang Wrage, steht außer Frage, dass Katt alles für seinen Club gegeben hat. „Vor der Saison mussten wir uns eine Menge Kritik – die zum Teil leider absolut unsachlich und anonym an uns heran getragen wurde – in Bezug auf die Nominierung von Stephan gefallen lassen. Ich freue mich umso mehr, dass er den selbsternannten „Experten“ der Szene gezeigt hat was Trumpf ist!“ Für Michael Schubert waren die Rennen, die Katt in den Farben des MSC Brokstedt bestritten hat, mehr als eine Genugtuung.
Katt selbst sieht einen Teil seines Erfolges ganz klar im Umfeld. „Ich habe ein sehr gutes Team, welches perfekt harmoniert. Meine Mechaniker haben einen tollen Job gemacht und auch in der Öffentlichkeitsarbeit läuft es professionell.“ Einen besonderen Dank richtet Stephan Katt jedoch an seine Sponsoren. „Ohne diese Unterstützung wäre nichts möglich. Ich weiß ehrlich gesagt nicht wie ich mich bedanken kann – ich bin einfach nur überwältigt!“
Der Erfolg in diesem Jahr sei für Katt nach eigenen Angaben erneut die größte Motivation auch in der neuen Saison wieder alles zu geben. „Sportlich werden die Karten neu gemischt. Sicher ist jedoch, dass ich wieder ganz vorn dabei sein möchte. Dafür werde ich wieder alles geben!“
Zufrieden mit dem Erreichten
Langbahn-WM: Katt belegt Platz 3 / Kröger verpasst direkte Qualifikation
Die Langbahn-Einzelweltmeisterschaft 2011 ist entschieden. Im französischen Morizes sicherte sich der Finne Joonas Kylmäkorpi den Titel und konnte sich dabei sogar eine Disqualifikation im Finale erlauben, stand seine Titelverteidigung doch bereits im Laufe der Vorrunde fest. Interessant sollte es hingegen im Kampf um die weiteren Plätze zugehen. Bereits vor dem Rennen hatte es eine „Kampfansage“ von Martin Smolinski an Stephan Katt und Richard Speiser gegeben, die beide um den zweiten Platz im Gesamtklassement konkurrierten. Was der Olchinger allerdings im Rennen zeigte glich einer Enttäuschung. Lediglich sieben Punkte bedeuteten das frühe Aus in der Vorrunde und am Ende einen sechsten Platz (83 Punkte) in der Gesamtwertung. Ganz anders hingegen der Auftritt von Stephan Katt. Der Neuwittenbeker, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC startet, konnte nach zwei Laufsiegen und jeweils einem vierten und fünften Rang ohne Probleme in das Halbfinale einziehen. Ein zweiter Platz sicherte dem Schleswig-Holsteiner einen sicheren Startplatz im Endlauf. Am Ende belegte Katt hinter Stéphane Tresarieu (Frankreich) und Theo Pijper (Niederlande) als bester Deutscher den dritten Platz. „Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden. Schade, dass es am Ende nicht für den zweiten Platz in der WM gereicht hat.“ Diesen Platz sicherte sich letztlich Richard Speiser mit einem hauchdünnen Vorsprung von zwei mageren Punkten vor Katt. „Ich freue mich, dass ich den Abstand noch verkürzen konnte – gönne Joonas und Richard allerdings ihren Erfolg. Nun freue ich mich allerdings auf die Winterpause. Im nächsten Jahr greife ich dann mit der gleichen Zielsetzung wieder an.“ Während Katt entspannt die Bahnsportsaison ausklingen lassen kann, steht für seinen Brokstedter Teamkollegen Matthias Kröger noch einmal eine große Herausforderung an. Die acht in Morizes eingefahrenen Punkte bescherten dem Bokeler bei 73 Zählern den achten Rang in der Endabrechnung der Saison. Damit verfehlte der 42jährige die direkte Qualifikation zur Langbahn-Weltmeisterschaft 2012 hauchdünn um zwei Punkte und muss nun wie schon bereits im vergangenen Jahr durch das „Challenge“ am 25. September in St.Colomb (Frankreich).
Brokstedter sichert sich Speedway-Krone
Deutsche Meisterschaft: Titelgewinn für Kevin Wölbert
Der Jubel nach dem Finallauf kannte im Team von Kevin Wölbert keine Grenzen. Einmal mehr zeigte der Heidhofer Bahnsportprofi seine ganze Klasse und sicherte sich in Güstrow die Krone im Deutschen Speedway-Sport. Für Wölbert, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC startet, ist es nach 2008 bereits der zweite Titel als Deutscher Speedway-Einzelmeisters und sicherlich der Höhepunkt dieser Saison. Dabei zeigte der 22jährige bereits in den letzten Wochen eine erstaunliche Form. Beim Auswärtsrennen des MSC Brokstedt in Landshut war er der erfolgreichste Fahrer im Team der „Wikinger“ und auch beim Flutlichtrennen in Cloppenburg beherrschte der Mecklenburger seine Konkurrenz, bestach vor 5000 Zuschauern mit seinem Stil um letztlich den verdienten Sieg einzufahren. „Vor allen Dingen möchte ich meinen Sponsoren für die tolle und großzügige Unterstützung danken“, so Wölbert. Allen voran sei es vor allen Dingen die Firma HN aus Lübeck, die einen maßgeblichen Anteil an seinen Erfolgen in diesem Jahr haben. „Ohne das persönliche Engagement von Herrn Nowak würde ich mich kaum in diesem Maße auf meine sportlichen Leistungen konzentrieren können.“ In der Tat agierte Wölbert in diesem Jahr auf hohem Niveau, was letztlich auch im Finale der Deutschen Meisterschaft in Güstrow deutlich wurde. Zwar belegte Wölbert in seinem ersten Lauf zunächst nur den dritten Platz, sollte sich allerdinsg im weiteren Verlauf des Rennens steigern und am Ende nach vier Laufsiegen insgesamt 13 Punkte auf seinem Konto verzeichnen. „Das war heute eine ganz starke Vorstellung von Kevin“, freute sich nach dem Rennen auch Wolfgang Wrage. Der erste Vorsitzende des MSC Brokstedt hofft auch in Zukunft auf ein Engagement Wölberts im nördlichsten Bundesliga-Club der Republik. „Wir werden rechtzeitig Gespräche führen um auch im kommenden Jahr eine erfolgreiche und leistungsstarke Mannschaft an das Startband zu bringen.“ Zu den Hoffnungen des MSC gilt seit langem auch Juniorfahrer Danny Maaßen. Dieser zeigte sich mit seinem 12 Rang und seinen vier erzielten Punkten im DM-Finale zufrieden. „Das waren heute die besten Speedway-Fahrer Deutschlands. Ich freue mich über mein Ergebnis“, so der 17jährige Nordhastedter. Maaßen selbst wird am 25. September noch einmal vor heimischem Publikum aktiv, richtet der MSC doch dann den letzten Lauf der Deutschen U21-Speedwaymeisterschaft auf dem Holsteinring aus.
"Catman" in Vechta siegreich
Langbahn-WM: Katt sichert sich Finalsieg
„Ich bin einfach nur happy!“ Stephan Katt zeigte sich überglücklich nach dem Finalsieg beim Langbahn-Weltmeisterschaftsrennen im niedersächsischen Vechta. Dabei fing der Auftritt des Schleswig-Holsteiners beim Flutlichtrennen, welches gleichzeitig den sechsten und vorletzten Grand-Prix-Lauf bedeutete, alles andere als viel versprechend an. „Im ersten Lauf bin ich schlecht gestartet. Ich habe zwar danach gekämpft doch die anderen Fahrer lagen auf der Ideallinie so das ich nichts mehr erreichen konnte.“ Der Frust saß nach diesem Null-Punkte-Rennen tief beim Neuwittenbeker, hielt jedoch nicht lange an. Gewohnt kämpferisch gab sich Katt, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC startet, im weiteren Verlauf der Veranstaltung. „Ich war extrem hoch motiviert und hatte das Gefühl das die Fans voll hinter mir standen.“ Scheinbar durch die gute Atmosphäre beflügelt ging der 31jährige in der Folge zu Werke. „Es lief nun alles nach Plan wobei ich meinem Team wieder einmal ein absolutes Kompliment aussprechen muss. Die Jungs haben alles gegeben und mir ein perfektes Motorrad gezaubert!“ In der Tat zeigte Katt nun seine gesamte Klasse und sicherte sich trotz des verpatzten ersten Laufs den Einzug in das Tagesfinale. Sein Brokstedter Mannschaftskollege Matthias Kröger haderte letztlich mit dem Schicksal und verpasste die Teilnahme am letzten Lauf des Tages um nur einen Punkt.
„Im Finale musste ich noch einmal alles geben“, so Katt, der in Führung lag als das Rennen abgebrochen wurde das Martin Smolinski hinter Katt liegend stürzte. Im Re-Start bewies der „Catman“ seine Nervenstärke. „Ich kam erneut gut aus dem Band und konnte meinen Vorsprung schnell ausbauen.“ Mit einem Start-Zielsieg sicherte sich Katt den Sieg in Vechta und wurde letztlich mit 21 Punkten belohnt, die seinen dritten Rang im Gesamtklassement festigten. „Natürlich möchte ich am Ende den zweiten Platz in der Weltmeisterschaft erringen.“ Die Chancen stehen für Katt vor dem letzten Lauf am kommenden Wochenende in Morizes (Frankreich) dabei nicht schlecht. „ Das ist eine tolle Bahn die mir liegt.“ Für den Neuwittenbeker gilt es 12 Punkte Rükstand auf Richard Speiser aufzuholen. „Das ist machbar“, gibt sich Katt indes zuversichtlich. Den WM-Titel sollte sich Joonas Kylmäkorpi wohl allerdings nicht mehr streitig machen lassen. Dafür müsste der Finne einen Totalausfall haben und der Deutsche Speiser in Morizes gleichzeitig mindestens 16 Punkte einfahren. „Ich denke Joonas lässt sich den Titel nicht mehr nehmen – verdient hat er es allemal!“
Souveräner Triumph in Herxheim
Langbahn: „Catman“ verteidigt den Deutschen Meistertitel
Stephan Katt hat es geschafft! Nach 2010 konnte der Motorradprofi aus Neuwittenbek bei Kiel den Titel des Deutschen Mesters auf der Langbahn verteidigen. Die Freude im Team von Stephan Katt war nach dem Finale entsprechend groß. Wieder einmal präsentierte sich der „Catman“ auf den Punkt genau perfekt eingestellt. „Ein großes Lob geht an mein Team. Meine Mechaniker Volli, Öse und Dennis haben wieder einmal alles gegeben – sie haben einen großen Anteil an diesem Titel!“ In der Tat passte bei Katt, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC startet, auf dem anspruchsvollen Oval in Herxheim scheinbar alles. Von Beginn an agierte er gewohnt souverän, zeigte sich konzentriert am Start und wusste seine fahrerischen Fähigkeiten geschickt zu nutzen. „Es hat mir einfach richtig viel Spaß gemacht und ich hatte von Beginn an das Gefühl, dass ich alles richtig gemacht hatte.“ Drei Laufsiege bedeuteten früh den Einzug in den entscheidenden Finallauf. Ähnlich bissig agierte nur Katts Brokstedter Teamkollege Matthias Kröger. Der Routinier konnte nach dem Ende der Vorrunden ganze 20 Zähler verbuchen und schien im Laufe des Rennens deutliche Ambitionen auf den Titelgewinn zu haben. Letztlich war es einmal mehr das Wetter, welches einen deutlichen Einfluss auf das Renngeschehen haben sollte. „Vor dem Finale setzten starke Regenfälle ein. Die Bahn veränderte sich schlagartig, so dass ich meine Linie ändern musste.“ Mit einer taktischen Meisterleistung sollte sich Stephan Katt letztendlich die Titelverteidigung sichern. „Ich wollte kein Risiko eingehen und fuhr ganz auf Sicherheit. Natürlich habe ich gerechnet, doch genau so ging mein Plan auf.“ Ein dritter Rang im letzten Lauf reichte dem Neuwittenbeker zum Gewinn der Deutschen Meisterschaft, die in seiner Titelsammlung einen ganz besonderen Platz einnimmt. „Es war schon ein hartes Stück Arbeit. Ich habe mich allerdings extrem intensiv vorbereitet und freue mich, dass meine taktische Marschroute aufgegangen ist.“ Für Matthias Kröger, dem zweiten Schleswig-Holsteiner im Teilnehmerfeld, endete der Ausflug nach Rheinland-Pfalz mit dem dritten Rang. Mit 19 Zählern lag der Bokeler letztlich zwar mit Martin Smolinski punktgleich auf, doch konnte ein Stechen aufgrund der Witterungsverhältnisse nicht mehr stattfinden. Am Ende hatte der Bayer durch das bessere Abschneiden im direkten Vergleich aber die Nase vorn.
Brokstedter Duo peilt Podestplatz an
Langbahn: Kröger und Katt starten beim DM-Finale
Für Stephan Katt und Matthias Kröger, die zusammen in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC starten, steht am Sonntag ein ganz wichtiger Termin im Kalender. Beim Finale der Deutschen Langbahn-Einzelmeisterschaft wollen die beiden Schleswig-Holsteiner am Ende einen Platz auf dem Siegerpodest ergattern. „Die Bahn in Herxheim liegt mir“, so der amtierende Deutsche Meister auf der Langbahn, Stephan Katt. Der letzte Auftritt auf dem Oval in Rheinland-Pfalz endete für den Neuwittenbeker mit dem Gewinn des „Silberhelms“, für den 32jährigen nach eigenen Angaben „ein gutes Omen“. Ähnlich positiv ist Matthias Kröger gestimmt, dem auf dem anspruchsvollen Rundkurs sicherlich seine ausgeprägte Erfahrung zu Gute kommt. „Herxheim zählt eindeutig zu meinen Lieblingsbahnen“, so der Bokeler, der in höchsten Tönen von der Sandbahn mit den zwei unterschiedlichen Kurven spricht. „Die Kurven haben unterschiedliche Radien. Da gilt es hoch konzentriert zu Werke zu gehen und entsprechend mit dem Gashahn zu spielen.“ Für die beiden Norddeutschen gilt es nicht nur Herr über das Geläuf zu werden – die Konkurrenz um den Titel hat es derweil in sich. „Allein Richard Speiser und Martin Smolinski wollen mir natürlich bei meinen Bemühungen um die Titelverteidigung ordentlich einheizen.“ Das diese beiden Akteure auf ähnlich hohem Niveau wie Katt agieren wurde nicht zuletzt beim Langbahn-Team-WM-Finale deutlich, als sie zusammen mit dem „Catman“ und Jörg Tebbe am Ende als Mannschaft siegreich waren. „Martin Smolinski dürfte nach dem Gewinn des Grasbahn-Europameistertitels am vergangenen Wochenende zusätzlich motiviert sein.“ Katt und Kröger lassen sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. „Wir haben uns sicherlich wieder perfekt vorbereitet, so dass am Sonntag alles möglich ist.“ Für Kröger wäre der Sprung auf das Treppchen nach seinem dritten Rang im vergangenem Jahr in Scheeßel ein weiterer Höhepunkt in seiner Karriere und ein krönender Abschluss der diesjährigen Saison.
Katt verpasst EM-Titel
Brokstedter landete lediglich auf elftem Rang
Das Finale der Grasbahn-Europameisterschaft im britischen Skegness endete für den Neuwittenbeker Motorrad-Profi Stephan Katt mit einer Enttäuschung. „Ich hatte mir natürlich mehr erhofft – am Ende konnte ich meine eigenen Erwartungen jedoch nicht erfüllen.“ Auf der anspruchsvollen und sehr welligen Bahn hatte Katt, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC startet, zunächst große Mühe seine Linie zu finden. Nach drei Läufen befand sich der Schleswig-Holsteiner mit acht Punkten zwar noch voll auf Finalkurs, erlebte dann jedoch in seinem vierten Vorlauf ein wahres Fiasko. „Ich lag in Führung als Andrew Appleton neben mir die Kontrolle über sein Motorrad verlor und mich praktisch zu Boden riss!“ Zwar blieb Katt nach diesem Sturz unverletzt, doch sollte die Entscheidung des Unparteiischen alle Hoffnungen auf den Gewinn des Europameistertitels beenden. „Ich wollte mich über das B-Finale für den alles entscheidenden Lauf qualifizieren. Stattdessen wurde ich für einen nicht verschuldeten Sturz für einen Re-Start disqualifiziert.“ Am Ende fehlte Katt ein einziger Zähler um in den Lauf der sechs bestplatzierten Fahrer aus den Vorläufen zu kommen. Als schwachen Trost blieb dem Brokstedter Stahlschuhartisten ein Start-Ziel-Sieg im C-Finale. „Ich habe das Rennen ziemlich schnell abgehakt“, gab sich der 31jährige nach dem Auftritt in England gewohnt professionell. „Der Blick geht nun nach vorn. Am kommenden Sonntag steht das Finale um die Deutsche Langbahn-Meisterschaft in Herxheim an - dort möchte ich meinen Titel verteidigen!“
Jubel im Deutschen Lager gab es beim Grasbahn-EM-Finale in Skegness letztlich doch noch, konnte der Landshuter Martin Smolinski mit einer überzeugenden Leistung den ersten Platz behaupten und sich die europäische Bahnsport-Krone sichern. „Er hat nicht zuletzt aufgrund seiner durchweg starken Leistungen in dieser Saison den Sieg verdient!“ Für Stephan Katt war es am Ende eine Ehrensache, dass er zu den ersten Gratulanten des frischgebackenen Europameisters zählte.
Dilger und Hefenbrock sollen Deutschland ins Finale fahren!
Im Vorjahr gewann das deutsche Team beim Finale zur Best Pairs Europameisterschaft, das in Stralsund ausgetragen wurde, die Silbermedaille. Um diese zu verteidigen, soll am kommenden Samstag der Einzug ins Finale perfekt gemacht werden.
In Berghaupten findet das Halbfinale zur Paar Europameisterschaft statt und Teamchef René Schäfer hat sich mit Christian Hefenbrock und Max Dilger auf zwei Fahrer festgelegt, die den Einzug ins Finale schaffen sollen. „Max ist das ganze Jahr bereits in bestechender Form. Für Christian sprach, dass er in Berghaupten bereits gute Leistungen gezeigt hat und ihm die Piste liegen sollte“, erklärt Schäfer seine Nominierung. Den dritten Fahrer des Renntages wird René Schäfer erst kurzfristig nominieren.
„Der Finaleinzug ist die Vorraussetzung, um unseren zweiten Platz aus dem Vorjahr überhaupt verteidigen zu können. Wir werden eine optimale Leistung unserer Fahrer benötigen, um diesen zu schaffen“, so Schäfer, der mit seiner Auswahl in Berghaupten auf die Teams aus Dänemark, Tschechien, Großbritannien, Italien und Lettland treffen wird, „Wenn alles glatt läuft sollten wir den Finaleinzug schaffen können!“ Das Finale zur Speedway Paar Europameisterschaft findet am 17.9. in Pila (Polen) statt.
Grasbahn EM Finale in Großbritannien!
Vier deutsche Fahrer haben das Ticket zum Grasbahn EM Finale in Skegness gelöst und werden dort am kommenden Sonntag um den Titel kämpfen. „So wie die Fahrer derzeit alle in Form sind, wird das eine ganz interessante Sache“, äusserte sich Martin Smolinski vor dem Rennen. Smolinski gewann wie Stephan Katt sein Qualifikationsrennen zum EM Finale am vergangenen Freitag und geht als einer von vielen Titelfavoriten ins Rennen. Neben Katt und Smolinski darf sich auch Richard Speiser berechtigte Hoffnungen auf den EM Titel machen, während Christian “Hülse“ Hülshorst mit Außenseiterchancen ins Rennen gehen wird. Nicht zu unterschätzen ist die internationale Konkurenz in diesem Finale, die von Titelverteidiger Andrew Appleton angeführt wird. Neben Appleton zählen Theo Pijper und Jannick de Jong zum engeren Favoritenkreis. Zum erweiterten Favoritenkreis gehören die Tschechen Josef Franc und Ales Dryml, sowie die Briten David Howe, Glenn Philips und Richard Hall. Auch mit dem Franzosen Stephane Tresarrieu ist auf einer Grasbahn immer zu rechnen.
„Nie war ein WM-Titel überlegener“
Knapp 4000 Zuschauer haben bei der Langbahn-Team-WM im niedersächsischen Scheeßel ein überaus dominierendes deutsches Team gesehen, dass sich zum fünften Mal in Folge den WM-Titel holte. „Nie war ein WM-Titel überlegener als hier in Scheeßel. Ich bin absolut glücklich“, sagte Team-Manager Josef Hukelmann nach dem Finale der beiden punkthöchsten Teams. Besser, als es Stephan Katt (Neuwittenbek), Richard Speiser (Börwang) und Martin Smolinski (Olching) im alles entscheidenden Lauf machten, ging es nicht mehr. Vom Start weg war das deutsche Finaltrio vorne weg – und ließ noch nicht einmal die Spur eines Zweifels am fünften WM-Gold in Folge. „Ein geiles Team, es hat alles gepasst, wir sind einfach nur happy“, lobte Kapitän Stephan Katt seine Mannen, zu denen auch Jörg Tebbe (Dohren) gehörte. Das deutsche Quartett rotierte in den Vorläufen, sodass alle Fahrer zum Einsatz kamen.
Deutschland begann mit 11:4 Punkten im Auftaktrennen gegen die Niederlande. Dieselbe Punkteausbeute erreichte das schwarz-rot-goldene Team auch gegen Frankreich, das wie die Niederländer und Tschechen im vorfeld zu den Mitfavoriten gehörte. Eine erste Zwölf-Punkte-Fahrt holte sich Deutschland danach gegen die durch den verletzten und fehlenden Weltmeister Joonas Kylmäkorpi stark geschwächten finnische Mannschaft. Einem Maximum gegen Großbritannien folgte ein 10:5 gegen Tschechien. 56 Punkte standen nach den Vorläufen zu Buche. Die Niederlande schafften mit 38 Punkten ebenfalls den Finaleinzug.
Nervös war Team-Manager Josef Hukelmann trotz aller Überlegenheit: „Wir hatten in den Vorjahren immer wieder im Endlauf einen technischen Defekt oder auch eine Disqualifikation. Wer weiß in einem A-Finale schon, was kommt?“ Während in der Vergangenheit schon technische Defekte oder Disqualifikationen für Aufregung sorgten, lief 2011 alles wie geplant. Katt schoss auf dem 1000 Meter Oval von außen an die Spitze. Speiser setzte sich neben ihn und Smolinski schottete von Platz drei aus ab. Das niederländische Team um Jannick de Jong, Jeffrey Woortmann und Mark Stiekema hatte zu keinem Zeitpunkt eine Chance, die deutsche Spitze zu durchbrechen. „Wir sind das gesamte Rennen über sehr taktisch gefahren und haben als Team gearbeitet. Es war wunderschön. Zur Team-WM kann ich nur sagen: I love it!“ sagte ein glücklicher Martin Smolinski. „Alles hat super funktioniert, wir haben alles durchgezogen wie vorher abgesprochen und ich glaube, das war heute Paar- und Teamfahren, ja fast schon legendär.“ Auch Nationalmannschaftsneuling Jörg Tebbe war am Ende zufrieden: „Der WM Titel ist mein bislang größter Erfolg. Auch wenn ich gerne ein paar Punkte mehr zum Sieg beigetragen hätte, freue ich mich sehr darüber."
Maaßen mit starker Leistung
Speedway: Platz 2 in der Meisterschaft im Blick
„Ich bin absolut glücklich mit meiner Leistung.“ Danny Maaßen zeigte sich nach dem vierten Lauf in der Deutschen U21-Speedway-Meisterschaft im bayrischen Berghaupten vollauf zufrieden mit seinem Auftritt. Ein unverschuldeter Sturz im ersten Lauf lies das Endergebnis des Nordhastedters zwar letztlich nicht makellos erschein, doch was der 17jährige im weiteren Verlauf der Veranstaltung präsentierte war Speedway-Sport auf höchstem Niveau. Drei Laufsiege und ein zweiter Platz bescherten Maaßen, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Broktedt e.V. im ADAC startet, am Ende mit elf Zählern den zweiten Platz. Besser agierte nur Kai Huckenbeck, der am Ende ein Maximum mit 15 Punkten verbuchen konnte, am Sturz von Maaßen im ersten Rennen jedoch nicht unbeteiligt war. „Heute hatte ich viel Spaß und absolut keinen Druck. Ich konnte frei auffahren.“ Danny Maaßen rangiert im laufenden Wettbewerb auf dem dritten Rang im Gesamtklassement, hält vor dem letzten Rennen jedoch alle Trümpfe in der Hand. „Ich denke ich kann den Heimvorteil nutzen und werde in Brokstedt noch einmal voll angreifen.“ Für das Rennen am 25. September auf dem Holsteinring, welches gleichzeitig das letzte in der laufenden Serie ist, hat der zur Zeit an zweiter Stelle liegende Marcel Helfer (AC Landshut) nach dem Rennen in Berghaupten seine Teilnahme abgesagt. Der Zehn-Punkte-Vorsprung auf Maaßen dürfte also bei einer Leistung wie zuletzt in Berghaupten für den Schleswig-Holsteiner also durchaus aufzuholen sein. „Druck werde ich mir allerdings nicht machen. Zurzeit habe ich den Kopf frei und werde meinem Stil auch im letzten Rennen treu bleiben!“ Die Zielsetzung im Team um Danny Maaßen ist dabei klar. „Wir werden noch einmal alles geben um am Ende den Vizemeistertitel zu erringen.“ Für den ganz großen Wurf wird es letztlich nicht mehr reichen. Auch wenn Maaßen in Brokstedt ein Maximum fahren und Kai Huckenbeck keinen Punkt einstreichen sollte, hätte der Bundesliga-Akteur des ST Wolfslake bei der dann herrschenden Punktgleichheit aufgrund des direkten Vergleichs mit Maaßen die Nase vorn. Maaßen: „Ich mache mir keinen Stress – ich will meinen Fans auf meiner Bahn eine ehrliche und solide Leistung präsentieren und mich damit für die tolle Unterstützung bedanken!“
Danny Maaßen machte Boden gut
Speedway: Dritter Rang in der Deutschen Meisterschaft
Mit einem besonderen Erfolgserlebnis endete der zweite Lauf der aktuellen Deutschen U21-Meisterschaft im Speedway für Danny Maaßen. Der 17jährige, der in der Speedway-Bundesliga für den MSC Brokstedt e.V. im ADAC an den Start geht, zeigte im niederbayrischen Landshut eine ganz starke Leistung und kam mit insgesamt 13 Punkten hinter Kai Huckenbeck (15 Punkte) und Marcel Helfer (14 Punkte) auf den dritten Platz. Im aktuellen Wettbewerb konnte der Nordhastedter seine Platzierung verbessern und rangiert nach zwei von fünf Wertungsläufen an dritter Stelle. Von Beginn an lief das Rennen für Maaßen rund. Nach zwei zweiten Plätzen konnte Maaßen drei Laufsiege in Folge verbuchen. Auffällig dabei das Startverhalten des Dithmarschers. Bei rund 30 Grad im Stadion „Ellermühle“ bewahrte er stets einen kühlen Kopf und kontrollierte die Verfolger von Beginn an. „Die Technik war heute perfekt!“ Maaßen lobte das Engagement seines Teams, das neben der taktischen Unterstützung stets die richtige Einstellung an den Motorrädern gefunden hatte. „Meine Maschinen waren jeweils auf den entsprechenden Lauf abgestimmt. Ich musste mich nur noch auf das Fahren konzentrieren.“ Nach den vielen Rückschlägen der letzten Wochen war der Auftritt in Landshut für Maaßen Genugtuung und Motivation zugleich. „Ich fahre jetzt sehr zuversichtlich nach Diedenbergen.“ Auch im dritten Rennen der Gesamtserie am kommenden Sonntag möchte der Schleswig-Holsteiner ganz vorne mitfahren. „Mein Ziel ist ein Platz auf dem Podest.“ Mit acht Punkten Rückstand auf Kai Huckenbeck, den Führenden im Gesamtklassement, ist in der Meisterschaft noch lange keine Vorentscheidung gefallen. „Nach dem letzten Lauf will ich einen Grund zum Feiern haben!“ Dieser findet am 25. September dann vor „seinem“ Publikum auf dem Holsteinring in Brokstedt statt.
[Text: Michael Schubert]
„Catman“ sichert sich den ADAC-Silberhelm
Langbahn: Brokstedter Akteure zeigen starke Vorstellung
Für die beiden Bahnsport-Spezialisten vom MSC Brokstedt e.V. im ADAC, Stephan Katt und Matthias Kröger, lohnte sich der Ausflug zum traditionellem Sandbahnrennen in Herxheim am Himmelfahrtstag. Hoch motiviert gingen die beiden Schleswig-Holsteiner vor mehr als 14000 Zuschauern zu Werke und zeigten eine eindrucksvolle Leistung. Mit einem Sieg in seinem ersten Lauf setzte dabei der amtierende Deutsche Langbahn-Meister Stephan Katt aus Neuwittenbek ein erstes Ausrufezeichen. Ein technischer Defekt im zweiten Rennen sollten die sportlichen Ziele des „Catman“ zwar kurzfristig durcheinander wirbeln, zurückwerfen lies sich der 31jährige dadurch allerdings nicht. Vielmehr weckte dieser Rückschlag den Ehrgeiz Katts um ein weiteres Maß. „Ich wusste, dass ich in meinem letzten Lauf alle Register ziehen musste um am Ende auf dem Treppchen zu landen“, so Katt, der sich letztlich nach einem zweiten Platz die Finalteilnahme sicherte. Hier lies er letztlich nichts anbrennen und ging als souveräner Laufsieger durchs Ziel. „Hätte ich den Ausfall nicht gehabt, hätte ich sicherlich eine große Chance gehabt die Veranstaltung zu gewinnen. Mit dem zweiten Platz in der Endabrechnung bin ich allerdings mehr als zufrieden.“ Von Katts Problemen profitierte sicherlich der Australier Cameron Woodwards, der unter dem berühmten Strich zwei Punkte mehr als Katt einfahren konnte und sich mit 21 Zählern den Gesamtsieg sichern durfte. Mit 18 Zählern im Gesamtklassement landete mit Matthias Kröger der zweite Vertreter des MSC Brokstedt. „Mich freut natürlich sehr, dass ich zusammen mit Matten auf dem Siegerpodest stehen durfte. Er ist ja nicht nur mein Tuner und Teamkollege in der Speedway-Bundesliga sondern ein echt guter Freund von mir!“ Stephan Katt durfte sich letztlich doppelt freuen, gewann er doch wie bereits 2010 den Sonderlauf um den „Silberhelm des ADAC Pfalz“. Für Katt und Kröger steht am kommenden Wochenende im Tschechischen Marienbad der erste Lauf zur Langbahn-Weltmeisterschaft an ehe es dann am 19. Juni in der Speedway-Bundesliga auf dem heimischen Holsteinring in Brokstedt gegen die „Devils“ von AC Landshut geht.
Text: Michael Schubert


























