
Kartrennsport
Trotz, dass in Schleswig-Holstein zur Zeit vom ADAC keine Kartbahn betrieben wird, erfreut sich der Kartrennsport großer Beliebtheit. Der aktivste Club Schleswig-Holsteins im Kartrennsport, der Kart-Racing-Clubs Schleswig-Holstein, bietet für Einsteiger, Freizeit- und Hobbyfahrer vielfältige Möglichkeiten bei verschiedenen gemeinsamen Trainings, Veranstaltungen oder auch Reisen an.
Eisheilige fordern Piloten in Ampfing heraus
Zweites Rennwochenende Deutschlands größter Kart-Rennserie in Südbayern
193 Teilnehmer, April-Wetter im Mai und spannende Duelle – das waren die Zutaten für das zweite Wochenende des ADAC Kart Masters im bayerischen Ampfing. Das Wetter bestimmte das Geschehen auf dem Schweppermannring in Südbayern. Am Freitag sorgten Sonnenschein und Temperaturen jenseits der 30 Gradmarke für Hochsommerfeeling, dieses war am Samstag jedoch schnell verflogen. Ein Temperatursturz um 15 Grad und Regen warfen die Erkenntnisse des Vortages über den Haufen und zwangen die Piloten sich neu zu sortieren.
Der Sonntag präsentierte sich dann freundlicher und alle Wertungsläufe starteten auf trockener Fahrbahn. Für die Zuschauer rund um den Kurs hatte sich die Anreise auf jeden Fall gelohnt. Die Rennen der Kartserie des zweitgrößten Automobilclubs der Welt waren sehr abwechslungsreich und brachten gleich vier Doppelsieger hervor.
Bambini: Doppelschlag des Champions Max Hesse
Der amtierende Bambini-Meister Max Hesse (Wernau/Solgat Motorsport), war in Ampfing nicht zu stoppen. Auf seiner Lieblingsstrecke enteilte er im Zeittraining und den Rennen seinen Verfolgern um Längen und wurde am Abend als verdienter Doppelsieger geehrt. „Besser hätte das Wochenende nicht verlaufen können. Im Regen und Trockenen konnte ich meine Position behaupten und bin meinem Ziel Meisterschaft wieder ein Stück näher gerückt,“ so der glückliche Champion. Während der Sieger souverän feststand entwickelten sich dahinter spannende Duelle um die Platzierungen. Im ersten Durchgang hatten bis zum Rennende gleich zehn Piloten Chancen auf einen Platz auf dem Siegerpodest. Zeitweise nutzten die Jüngsten im Rahmen des ADAC Kart Masters die gesamte Streckenbreite des 1.063 Meter langen Schweppermannrings und fuhren zu viert nebeneinander durch die Kurven. Am Ende hatte Anton Kostioukevitsch (Berlin/TR Motorsport) die stärksten Nerven und wurde vor Gilian Lipinski (Gelsenkirchen/Schwabe Motorsport), Mike David Ortmann (Ahrensfelde/Schwabe Motorsport) und Doureid Ghattas (Bonn/TR Motorsport) Zweiter. Nach den heißen Manövern am Morgen verlief der zweite Durchgang etwas ruhiger. Während erneut Max Hesse vorne weg fuhr, etablierte sich Mike David Ortmann auf einem sicheren zweiten Rang. Um die Vergabe des letzten Podestplatzes hatte sich ein Trio bestehend aus Kostioukevitsch, Illya Zamula (Berlin/TR Motorsport) und Lipinski gebildet. Auch wenn die Drei bis zum Ziel sehr eng zusammenhingen, änderte sich am Endergebnis nichts mehr.
IAME X30 jun: Carrie Schreiner erneut nicht zu stoppen
Der Kölner Julian Müller legte einen perfekten Start in das zweite Rennwochenende des ADAC Kart Masters hin. Nach einem durchwachsenden Auftakt in Oschersleben fuhr er im nassen Zeittraining die Pole-Position heraus und baute zu Anfang des ersten Wertungslaufes seine Position weiter aus. Bis zum Sieg war es jedoch noch ein weiter Weg, von hinten nahte die Meisterschaftsführende Carrie Schreiner (Völklingen/RMW Motorsport), die zu Rennhalbzeit an Müller vorbei zog. Der konnte zwar zwei Mal kontern, letztlich behielt die schnelle Saarländerin aber die Oberhand und jubelte über ihren dritten Sieg in Folge. Hinter Müller komplettierten Tobias Dauenhauer (Mörlenbach/Team AK Racing), Tim Becker (Lüdenscheid/Beule Kart Racing Team) und Max Schröder (Bamberg/Team AK Racing) die Pokalränge. Nicht weniger ereignisreich war Lauf Nummer zwei. Erneut hatte Julian Müller den besten Start und übernahm die Führung. Doch auch diesmal ließ Carrie Schreiner nicht locker und machte mächtig Druck. Müller musste sich diesem beugen und reihte sich hinter der Komsic Kart-Piloten auf Position zwei ein. Hinter dem Duo witterte auch noch Jan Buchwald (Bergneustadt/Team CMD Racing – Kosmic Deutschland) Morgenluft. Der Youngster hatte sich von Rang zwölf vorgekämpft, konnte letztlich am Rennausgang aber nichts mehr ändern. Als Vierter und Fünfter
komplettierten Laurents Hörr (Gerlingen/Ebert Motorsport) und Tobias Dauenhauer die Top-Fünf. „Es ist unglaublich nach dem Erfolg in Oschersleben, hier erneut zu gewinnen. Die Rennen waren nicht einfach und ich musste einige harte Attacken abwehren. Zum Ende habe ich es aber geschafft und bin sehr glücklich. Ein großer Dank an mein Team für die tolle Unterstützung“, strahlte Carrie am Abend auf dem Siegerpodium.
IAME X30: Turi und Fuchs feiern Sieg
Mit zwei Siegen im Rücken startete Julian Hanses (Hilden/MSC Langenfeld e.V.) hoch motiviert in das Rennwochenende und holte auf Anhieb die Bestzeit im verregneten Zeittraining. Auf trockener Strecke am Sonntag musste er aber zurückstecken. Der Vizechampion des vergangenen Jahres Christoph Turi (Fernwald) gab mächtig Gas und fuhr seinen ersten Saisonsieg ein. „Nach meinem Unfall in Oschersleben musste ich mit einem komplett neuen Chassis starten und hatte anfänglich leichte Schwierigkeiten, das passende Setup zu finden. Im Rennen hatten wir das aber im Griff und ich freue mich über den Sieg“, kommentierte der Hesse im Anschluss. Auch in der Vergabe um Rang zwei waren die Würfel schnell gefallen. Paul Nittel (Rockenberg) behauptete sich vor einer Kampfgruppe bestehend aus Julian Fuchs (Öhringen/AK Racing Team), Alexander Heil (Bad Münster am Stein/DS Kartsport) und Dennis Menze (Wuppertal/MSC Bork e.V.). Das zweite Rennen hatte es dann in sich. Fuchs, Nittel und Turi setzten sich vom Feld ab und lieferten eine tolle Show. In den 18 Rennrunden wechselte die Führung gleich sechs Mal. Die endgültige Entscheidung fiel dann in einem Fotofinish. Die Drei fuhren nebeneinander über die Zielgerade und der Sieger hieß mit nur einer Spoilerlänge Vorsprung Julian Fuchs vor Christoph Turi und Paul Nittel. „Das war ein
unglaublicher Kampf und ich bin stolz, gewonnen zu haben. In der Meisterschaft liege ich jetzt auf Platz zwei und freue mich auf das nächste Rennen, da werde ich wieder voll angreifen“, freute sich Fuchs im Ziel.
KF3: Janker rast mit Doppelsieg an die Tabellenspitze
Heiß her ging es erneut bei den Junioren der Klasse KF3. 49 Nachwuchspiloten waren nach Südbayern gereist und kämpften erbittert um Meisterschaftspunkte. Im Zeittraining und den Heats war die Strecke noch nass und die junge Grünwalderin Sophia Floersch in ihrem Element. In ihrer ersten KF3-Saison ließ sie die starke männliche Konkurrenz stehen und holte sich die Pole-Position für das erste Finalrennen. Am Sonntag starteten die Rennen dann auf trockener Fahrbahn. Floersch konnte sich auch bei den geänderten Verhältnissen behaupten und führte das internationale Feld weiter an. Die Konkurrenz hing ihr aber dicht im Nacken und zu Rennmitte kam es zu einer Vorentscheidung. Marcel Lenerz (Ludwigsau-Tann/ADAC Hessen-Thüringen e.V.) und Marc Wipprecht (Ludwigshafen/Schwabe Motorsport) zogen an ihr vorbei. Floersch versuchte zu kontern, dabei kam es zu einer Kollision und einem anschließenden Rennabbruch. Die junge Kart-Pilotin blieb aber unverletzt und konnte im zweiten Rennen wieder antreten. Vorher fiel aber noch die Entscheidung in Durchgang eins. Nach dem Restart sammelten erneut Lenerz und Wipprecht Führungskilometer, bis zum Fallen der Zielflagge wurden sie aber von Hannes Janker (Röthenbach/TB Motorsport Racing Team) verdrängt. Der Mittelfranke attackierte zum richtigen Zeitpunkt und siegte. Lenerz wurde Zweiter, gefolgt von Gino Wetzels (Waldfeucht/Hantscher Racing), Marc Wipprecht und Toni Wolf (Schönbrunn/Jedi Racing Team). Im Vergleich zum Rennen am Vormittag war das Finale unspektakulär. Marcel Lenerz entschied den Start zu seinen Gunsten, musste aber nach fünf Runden seine Position an Janker abgeben. Der fuhr dem Feld davon und jubelte über einen tadellosen Doppelsieg: „Ein perfektes Wochenende für uns, so kann es gerne weiter gehen“, jubelte Janker. Mit den 50 Meisterschaftspunkten haben wir die Gesamtwertung übernommen und werden nun alles daran setzen diese nicht mehr abzugeben.“ Hinter Janker rangierte über weite Strecken Marcel Lenerz auf Position zwei, doch auf den letzten Metern hatte Gino Wetzels den größten Speed und zog noch vorbei. Die Top-Fünf komplettierten Justin
Barth (Reichertshofen/RL-Competition.com) und Marc Wipprecht.
KF2: David Detmers siegt – Speck übernimmt Gesamtführung
Der Österreicher David Detmers (Neusiedl a.d. Zaya/KSM Racing Team) gab in Ampfing das Tempo in der KF2 vor. Im Zeittraining guter Dritter drehte der Gaststarter in den Vorläufen und Rennen richtig auf. Am Sonntagabend hatte er mit vier Laufsiegen eine lupenreine Weste und stand als verdienter Sieger ganz oben auf dem Siegertreppchen. „Endlich ist der Knoten geplatzt! Nach einem durchwachsenden Saisonstart konnte ich hier den ganzen Frust abschweifen und gehe nun gestärkt in die nächsten Rennen“, zeigte sich Detmers erleichtert. In der Vergabe um Meisterschaftspunkte lieferten sich im ersten Wertungslauf Lucas Speck (Hilden/Mach1 Motorsport) und Michael Waldherr (Ruderting/RK Racing Team) einen tollen Fight. Speck konnte seinem Verfolger im ersten Renndrittel enteilen, doch Waldherr hatte am Ende die meisten Reserven und brachte noch Rang zwei nach Hause. Speck wurde Dritter vor Michael Sedlmeyr (Bergkirchen/ RLCompetition. com) und Teamkollege Manuel Valier (München/Mach1 Motorsport). Mit einem Paukenschlag begann das zweite Finalrennen. In einer großen Startkollision mussten gleich mehrere Piloten die Hoffnung auf ein gutes Ergebniss aufgeben, darunter auch der Fünfte des ersten Rennens Manuel Valier. Keine großen Verschiebungen gab es bei der Vergabe der Pokalränge. Lucas Speck behauptete sich diesmal als Zweiter hinter Gaststarter Detmers und eroberte damit die Führung im
Gesamtklassement: „Die Kombination Chassis und Motor hat an diesem Wochenende gepasst. Auch wenn ich David nicht halten konnte, darf ich sehr zufrieden sein. Gemeinsam mit dem Team haben wir eine gute Leistung gezeigt und dürfen nun die Früchte für unsere Arbeit ernten.“ Platz drei ging an Michael Waldherr vor Sedlmeyr und Oliver Braun (Augsburg/TB Motorsport Racing Team) auf den Rängen vier und fünf. Pechvogel des Rennens war Mario Ljubic (Lichtenstein/TR Motorsport), als sicherer Fünfter ereilte ihn wenige Meter vor dem Ziel ein technischer Defekt. Er rollte zwar noch über die Ziellinie, verlor aber Plätze und wurde nur als Zehnter gewertet.
KZ2: Di Martino baut Gesamtwertung aus
Internationale Gastpiloten bereicherten an diesem Wochenende das Geschehen bei den Schaltkarts. Im Zeittraining hatte der Österreicher Stefan Riener (Micheldorf/DR Germany) die Nase vorne, musste aber während der Heats das Zepter an seinen Landsmann Patrick Loidl (Kartshop Ampfing) aus Pischelsdorf abgeben. Mit Simo Puhakka (Kartshop Ampfing) meldete sich im ersten Rennen erstmals der Favorit des Wochenendes zu Wort. Der finnische PCRWerkspilot zählt zu den internationalen Toppiloten der Schaltkarts und blies zum richtigen Zeitpunkt zum Angriff. Direkt nach dem Start schob er sich an die Spitze und steuerte nach 18 Runden einem sicheren Sieg entgegen. Hinter ihm lieferten sich Patrick Loidl und der schnellste Stammfahrer Michele Di Martino (Eitorf/Jede Racing) einen packenden Kampf. Nach fünf Runden hatte Di Martino jedoch freie Fahrt, Kontrahent Loidl musste mit einem Technikdefekt vorzeitig aufgeben. Im Kampf um Position drei setzte sich beim Fallen der Zielflagge Andreas Schrangl (Krenglbach/KSW Racing Team) gegen Stefan Riener und ADAC Kart Masters Schirmherr Ralf Schumacher (Hallwang/KSM Racing Team) durch. Eine nachträgliche Zehnsekundenstrafe für den viertplatzierten
Riener ergab noch einmal eine Verschiebung. Auf vier rückte Ralf Schumacher vor, gefolgt von Florian Pötzlberger (Olching/TB Motorsport Racing Team). Der zweite Durchgang am Nachmittag schien eine Wiederholung des Rennens am Morgen zu werden. Simo Puhakka fiel am Start hinter Di Martino zurück, konnte diesen aber zügig überholen und wollte dem Feld erneut enteilen. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch schnell. Nur wenige Meter nach seinem Überholmanöver musste er sein Kart mit Motorschaden im Aus abstellen. Fortan waren die Kräfteverhältnisse an der Spitze verteilt. Di Martino brachte einen sicheren Sieg und 50 weitere Meisterschaftspunkte nach Hause. Auf Position zwei kämpfte sich Stefan Riener gefolgt von Florian Pötzlberger, Toni Greif (Bad Mergentheim/Mach1 Motorsport) und Andreas Schrangl vor. Nach seinem erneuten Triumph war bei Michele Di Martino die Freude groß: „Im Zeittraining lief es für uns gar nicht gut, doch während der Vorläufe und den Rennen konnte ich mich deutlich steigern und bin nun glücklich über den Ausgang des Wochenendes.“
Nach Oschersleben und Ampfing macht das ADAC Kart Masters nun Anfang Juni (02.-03.06.2012 in Kerpen halt. Bei der dritten Station auf dem Erftlandring werden die Halbzeitmeister gekürt und je nach Rennausgang könnten schon die ersten Vorentscheidungen in der Titelvergabe fallen.
Start frei zur Runde zwei im ADAC Kart Masters
Zweites Rennwochenende Deutschlands größter Kartserie in Ampfing
Im südbayerischen Ampfing starten am kommenden Wochenende die Teilnehmer des ADAC Kart Masters in das zweite Rennwochenende der Saison. Auf dem Schweppermannring werden nach einem ereignisreichen Auftakt die Karten neu gemischt und spannende Rennen erwartet. Unter den 201 Piloten wird auch wieder ADAC Kart Masters Schirmherr Ralf Schumacher sein.
Der Saisonstart Mitte April in Oschersleben war spektakulär. In den sechs ausgeschriebenen Klassen Bambini, IAME X30 Junioren, IAME X30, KF3, KF3 und KZ2 gingen 187 Piloten aus Deutschland und Europa an den Start und präsentierten sich ausgeglichener denn je. In den einzelnen Kategorien kämpften zeitweise mehr als acht Fahrer gleichzeitig um den Sieg und zogen mit tollem Sport die Zuschauer in ihren Bann. Bei den Jüngsten in der Bambini-Klasse kristallisierten sich David Brinkmann (Hallwang/KSM Racing Team) und Max Hesse (Wernau/Solgat Motorsport) als die größten Favoriten heraus. Beide holten jeweils einen Laufsieg und der amtierende Champion Hesse übernahm die Gesamtführung. Vor dem zweiten Saisonlauf zeigt sich der Youngster auf seiner Lieblingsstrecke erneut hoch motiviert: „In Oschersleben lief es schon sehr gut, der Kurs in Ampfing hat aber eine ganz andere Charakteristik. Ich fahre dort sehr gerne und bin zuversichtlich, dass wir erneut überzeugen können.“
Für die Überraschung des Jahres sorgen die IAME X30 Kategorien. In 2011 erstmalig in der Kartserie des zweitgrößten Automobilclubs der Welt vertreten, erfreuen sich die Klassen einem großen Zuspruch und werden in Ampfing wiederholt voll besetzt sein. Während des Starts in der Motorsport Arena Oschersleben lagen die Felder sehr eng beisammen und lieferten sich tolle Duelle. Als Gesamtführende werden Carrie Schreiner (Völklingen/RMW Motorsport) bei den Junioren und Julian Hanses (Hilden/MSC Langeneld) bei den Senioren anreisen und versuchen, sich den Verfolgern zur Wehr zu setzen. Juniorenaufsteiger Hanses weiß aber, dass dies kein einfaches Unterfangen ist. „Ich war in Oschersleben sehr erfolgreich und hoffe, dass es hier so weiter geht. Vergangenes Jahr habe ich in Ampfing ein Rennen der Junioren gewonnen, warum sollte eine Wiederholung bei den Senioren nicht möglich sein?“
Großes Pech hatte der Mittelfranke Hannes Janker (Röthenbach/TB Motorsport Racing Team) in der Magdeburger Börde. Mit einer starken Vorstellung bestimmte er das Tempo in der KF3-Klasse und hatte nach einem Sieg in Lauf eins, diesen auch im zweiten Durchgang vor Augen. Doch ein Missverständnis mit einem zu überrundeten Piloten sorgte für den Verlust des sicheren Triumphes. Nach anfänglichem Frust, zeigte sich der Youngster auf dem Siegerpodest wieder kämpferisch. „Das war natürlich sehr ärgerlich, zu Jahresende können die 25 Punkte im Kampf um den Titel entscheidend sein. Nun gilt es das Wochenende abzuhaken und nach vorne zu schauen. In Ampfing werde ich wieder voll attackieren.“ Die Senioren der KF2 waren in Oschersleben fest in der Hand des dänischen Gastpiloten Thomas Krebs (Stoevring/RS Motorsport). Schnellster Stammfahrer war Dominik Hofheinz (MM Racing) aus München. Mit Rang drei und vier sammelte er in Sachsen-Anhalt die meisten Zähler und reist zu seinem Heimspiel als Gesamtführender. „Ampfing liegt nur 60 Kilometer von meiner Heimatstadt München entfernt, da will ich natürlich überzeugen“, freut sich der 17-jährige Nachwuchspilot auf das zweite Saisonrennen. Mit einem vollen Punktekonto startet Schaltkartpilot Michele Di Martino (Eitorf/Jedi Racing Team) in das Rennen auf dem 1.063 Meter langen Kurs in Südbayern. Der Dritte des vergangenen Jahres holte zum Saisonstart einen Laufsieg und hofft nun in Ampfing auf mehr Glück als in 2011. „Letztes Jahr lief es leider nicht ganz so gut, wir sind nun aber top vorbereitet und ich bin gespannt auf die Rennen.“ Ebenfalls unter den 19 Teilnehmern wird ADAC Kart Masters Schirmherr Ralf Schumacher sein. In Oschersleben war der Mercedes-Benz Pilot Fünfter und Sechster und belegt derzeitig Rang fünf im Gesamtklassement.
Der Startschuss für die 201 Starter fällt schon am Freitag (11.05.) mit den freien Trainings, der Samstag (12.05.) steht dann im Zeichen des Zeittrainings und der Qualifikationsrennen, woraus die besten 34 Piloten sonntags (13.05.) in insgesamt 12 Finals starten werden.
ADAC Kart Masters geht ins fünfte Jahr
Saisonauftakt in der Motorsport Arena Oschersleben
In nur wenigen Tagen ist es soweit. Das ADAC Kart Masters startet in der Motorsport Arena Oschersleben (14.-15.04.) in seine neue Saison und darf sich erneut über volle Starterfeld freuen. Prominentester Stammpilot wird DTM-Star Ralf Schumacher bei den Schaltkarts sein. Nach dem Rekordjahr 2011, präsentiert sich das ADAC Kart Masters auch diesmal als größte Kartserie Deutschlands. Insgesamt haben über 230 Piloten aus 14 Ländern ihre Einschreibung abgegeben und sorgen für internationales Flair im Championat des zweitgrößten Automobilclubs der Welt.
Der Rennkalender ist erneut abwechslungsreich, nach sechs Rennwochenenden im abgelaufenen Jahr, werden diesmal fünf Veranstaltungen auf den Strecken in Oschersleben, Ampfing, Kerpen, Liedolsheim und Wackersdorf ausgetragen. Begleitet werden diese wieder durch das erfahrene ADAC Kart Masters Team. Die größten Neuerungen gibt es in der Bambini-Klasse. Seit 2012 fahren die Jüngsten im deutschen Kartsport mit wassergekühlten IAME Motoren aus Italien, die das Klassement sicherlich durcheinander wirbeln werden. Die ersten Rennen in der Wintersaison sorgten schon für einige Überraschungen und es wird interessant, wer am Ende in der Magdeburger Börde die Nase vorne hat. Mit zu den Favoriten, der insgesamt 30 Youngsters, zählt Max Hesse (Wernau/Solgat Motorsport). Nach seinen Titelgewinnen in 2010 und 2011, peilt er nun den Hattrick an und würde damit ADAC Kart Masters Geschichte schreiben. Erneut die größte Gruppe sind die Nachwuchspiloten der Kategorie KF3 mit insgesamt 51 Einschreibungen. Das verspricht bereits Spannung und Abwechslung in den Vorläufen am Samstag. Denn nur die besten 34 Fahrer erhalten die Chance auf Meisterschaftspunkte in den Finalrennen am Sonntag. Schon im Vorhinein einen Favoritenkreis auszumachen ist fast unmöglich. Neben den Routiniers, werden auch die
Bambiniaufsteiger versuchen auf Anhieb zu überzeugen. Ebenfalls mit großer Spannung werden die Rennen der Klasse IAME X30 und IAME X30 Junioren erwartet. Nach der Einführung im vergangenen Jahr, erleben diese einen sehr starken Teilnehmerzuwachs und starten in Oschersleben mit jeweils vollen Feldern (34 Teilnehmer) in das Meisterschaftsgeschehen. Für die Junioren musste sogar eine Warteliste eingerichtet werden. Im vergangenen Jahr fuhren Luca Walter (IAME X30 Junioren) und Patrick Meister (IAME X30) die Titel ein. Während Meister den Aufstieg in den Automobilrennsport schaffte, wird Walter bei den Senioren antreten und versuchen seinen Erfolg zu wiederholen.
Mit 19 respektive 38 Einschreibungen, sind die Klassen KZ2 und KF2 wieder ordentlich besetzt. Erneut sind einige hochrangige Namen am Start, allen voran der Ex-Formel 1 und aktuelle DTM Mercedes-Benz-Werkspilot Ralf Schumacher, der seine Teilnahme bei den Getriebekarts zugesagt hat. Erst vor wenigen Wochen gab es die einzige Neuerung für die Kategorien, ab Oschersleben starten beide Klassen auf Bridgestone Reifen.
Der Startschuss für die Auftaktveranstaltung fällt schon am Freitagmorgen (13.04.) mit den freien Trainings für alle sechs Klassen. Zum ersten Aufeinandertreffen kommt es am Samstag (14.04.) im Zeittraining und den ersten Vorläufen, sonntags (15.04.) werden dann in zwölf Finalrennen die ersten Meisterschaftspunkte des Jahres vergeben.
ADAC Kart Masters bereit für die fünfte Saison
Saison 2012 wartet bereits mit rund 180 Einschreibungen auf
Mit voller Kraft startete das ADAC Kart Masters auf der Internationalen Kartmesse in Offenbach am Main in die Saison 2012. Auf dem Messestand des zweitgrößten Automobilclubs der Welt standen die Verantwortlichen Rede und Antwort. Abgerundet wurde das Wochenende durch die Ehrung der ADAC Kart Masters-Sieger 2011.
Alljährlich präsentiert sich das Championat des ADAC auf der weltgrößten Kartmesse in Offenbach und erfährt erneut ein großes Interesse. Bis dato haben sich rund 180 Teilnehmer für die Saison 2012 eingeschrieben und versprechen damit schon drei Monate vor dem Saisonstart hochkarätige Starterfelder. Erfreulich ist dabei die Entwicklung in den IAME X30 Kategorien. Die Junioren verzeichnen derzeitig 32 Einschreibungen und die Senioren 31. Auch in der Bambini-Klasse, welche mit den neuen IAME Waterswift Motoren auf die Reisen gehen, wird wieder ein volles Feld die Zuschauer erfreuen.
Höhepunkt war die Jahressiegerehrung der Saison 2011 am Samstagabend. Im Eventcenter der Messe Offenbach erhielten die Bestplatzierten ihren Lohn für die Mühen im abgelaufenen Jahr. Prominentester Gast war der mehrfache Kart-Weltmeister Jonathan Thonon aus Belgien, der es sich nicht nehmen ließ die Pokale persönlich zu übergeben.
Der Startschuss für das ADAC Kart Masters 2012 fällt Mitte April in Oschersleben, danach folgen die Veranstaltungen in Ampfing, Kerpen und Liedolsheim. Das Saisonfinale findet Ende September in Wackersdorf statt.
ADAC Kart Masters: Einschreibung ab sofort möglich
Ab sofort ist die Online-Einschreibung in das ADAC Kart Masters 2012 freigeschaltet.
Unter ADAC-Kart-Masters ist es ab sofort möglich sich in das ADAC Kart Masters 2012 einzuschreiben. Die Einschreibung erfolgt wie schon in den Jahren 2009 und 2010 wieder als Blocknennung für alle Veranstaltungen und ist nur für DMSB-Lizenzinhaber möglich. Die DMSB-Lizenznummer muß bei der Einschreibung noch nicht angegeben werden sondern kann auch später noch nachgereicht werden.
Die Einschreibegebühr beträgt bis zum 15.03.2012 € 1000,- (= Einschreibegebühr ADAC € 200,- + Nenngeld je Veranstaltung € 160,-), nach dem 15.03.2012 € 1050,- (= Einschreibegebühr ADAC € 250,- + Nenngeld je Veranstaltung € 160,-).
Mit der Entrichtung der Einschreibegebühr sind die Nenngelder inkl. der Kostenpauschalen für die Ver- und Entsorgung (Strom, Wasser, Abfall) für die Veranstaltungen des ADAC Kart Masters abgegolten.
Es besteht auch die Möglichkeit sich nur für 3 oder 4 Veranstaltungen einzuschreiben, dabei verringert sich die o.a. Einschreibegebühr um € 160,- pro Veranstaltung.
Die Einschreibegebühr bei 4 Veranstaltungen beträgt € 840,- bis zum 15.03.2012, danach € 890,-. Die Einschreibegebühr bei 3 Veranstaltungen beträgt € 680,- bis zum 15.03.2012, danach € 730,-. Die Einschreibegebühr ist der ausgefüllten und unterschriebenen Einschreibung als Scheck beizufügen oder unter Angabe des Zahlungsgrundes auf das nachfolgende Konto zu überweisen:
Kontoinhaber: ADAC e.V.
Bankverbindung: Bayerische Landesbank München
Bankleitzahl: 700 500 00
Kontonummer: 55 830
Bitte unbedingt Zahlungsgrund angeben: „ADAC Kart Masters + Fahrername“
Die ausgedruckte Einschreibung bitte mit allen Unterschriften an den ADAC schicken.
Die Zahl der Einschreibungen in den Klassen Bambini, IAME X30 und IAME X30 Junioren ist auf 34 Teilnehmer begrenzt. Die Zahl der Einschreibungen in den Klassen KF2, KF3 und KZ2 ist auf 51 Teilnehmer begrenzt. Die Einschreibungen werden in der Reihenfolge ihres Zahlungseingangs berücksichtigt.
Die Startnummernvergabe erfolgt ab Startnummer 4 numerisch aufsteigend nach Nennungs- und Zahlungseingang. Die Startnummern 1 bis 3 sind für die Vorjahressieger reserviert. Wunschstartnummern können erst nach erfolgtem Nennungs- und Zahlungseingang reserviert werden.
Das ADAC Kart Masters fährt 2012 auf Dunlop
Auch in der Saison 2012 wird das ADAC Kart Masters mit Reifen der Firma Dunlop, Hanau an den Start gehen. Damit setzt der ADAC die Zusammenarbeit mit der Firma Dunlop auch in der kommenden Saison fort und wird für alle Klassen dieselben Reifentypen wie in 2011 vorschreiben. Nach den Problemen mit den neu homologierten DEM-Reifen - speziell in der Klasse KZ2 - hat Dunlop bereits im Juni ausgiebige Reifentests durchgeführt, mit dem Ergebnis, dass im Rahmen der Homologationsrichtlinien Änderungen an der Konstruktion vorgenommen wurden. Für die Saison 2012 hat Dunlop den Reifentyp DEM entsprechend optimiert sowie speziell im Bereich Haltbarkeit und Verschleiß verbessert. Bei den letzten drei ADAC Kart Masters-Veranstaltungen 2011 und bei weiteren Veranstaltungen wie dem KZ1/KZ2 World Cup im belgischen Genk kamen die neuen Hinterreifen bereits in der abgelaufenen Saison zum Einsatz und haben sich bewährt. Bereits seit dem 1. November können diese Reifen bezogen werden. Dunlop wird auch weiterhin mit ihrem Servicetruck und fachkundigem Personal bei den ADAC Kart Masters-Veranstaltungen 2012 vor Ort sein und im Bedarfsfall technische Unterstützung leisten.
ADAC Kart Masters Termine 2012
Das ADAC Kart Masters wird in der Saison 2012 bei insgesamt fünf Veranstaltungen an den Start gehen.
Die vorläufigen Termine:
| 14./15.04. | Oschersleben |
| 12./13.05. | Ampfing |
| 02./03.06. | Kerpen |
| 14./15.07. | Liedolsheim |
| 22./23.09. | Wackersdorf |
Herzschlagfinale im Erftland
Letzte Saisonveranstaltung des ADAC Kart Masters 2011 in Kerpen Spannende Ereignisse spielten sich beim Finale des ADAC Kart Masters 2011 auf dem Erftlandring in Kerpen ab. Einige Titelfavoriten gerieten ins Straucheln, andere sorgten für eine große Überraschung. Am Ende reihten sich Luca Walter (IAME X30 Junioren), Sebastian Balthasar (KF3) und Kevin Illgen (KZ2) in die Meisterliste ein.
Schon seit der vorletzten Veranstaltung im bayerischen Wackersdorf standen mit Max Hesse (Bambini), Patrick Meister (IAME X30), Hendrik Grapp (KF2) und Rainer Machmer (KZ2+) vorzeitig vier Titelträger des Jahres 2011 fest. In Kerpen galt es nun die restlichen Meister zu küren. 147 Teilnehmer hatten den Weg auf die Traditionsstrecke gefunden und zeigten bei wechselhaftem Wetter am Sonntag packende Rennen.
Bambini: Hesse und Fittje siegen
Während Max Hesse (Wernau/Solgat Motorsport) schon seit dem letzten Rennen in Wackersdorf als Champion der Bambini Klasse fest stand, peilte Gianni Janzik (TR Racing) aus Stemwede den Vizetitel an. Mit der Pole-Position im Zeittraining und zwei deutlichen Laufsiegen war er auch auf dem besten Weg. Doch bei der technischen Nachkontrolle stellten die Verantwortlichen Unregelmäßigkeiten an seinem Kart fest und er verlor seinen Doppelerfolg.
Neuer Sieger im ersten Rennen war Max Hesse, der in den 13 Runden wenig Gegenwehr erfuhr und letztlich seinen insgesamt siebten Saisonsieg einfuhr. Uneinigkeit herrschte dagegen um die weiteren Podiumsplätze. Jannes Fittje (Langenhain/Ebert Motorsport) und Gilian Lipinski (Gelsenkirchen/RMW Eurotec Team) kämpften über die gesamte Renndistanz erbittert, letztlich bewies Fittje Nervenstärke und wurde Zweiter vor Lipinksi. Einen tollen Endspurt legte ebenfalls David Brinkmann (Hallwang) hin. In der vorletzten Runde verwies er Leon Wurms (Euskirchen/RMW Eurotec Team) und Robin Falkenbach (Troisdorf/Schwabe Motorsport) auf die weiteren Positionen und holte damit Rang vier.
Der zweite Durchgang begann mit einem Rückschlag für Hesse. Auf der schlechteren Außenbahn fiel er beim Start bis ins Mittelfeld zurück. Im Kampf um den späteren Sieg lieferten sich indessen Jannes Fittje und David Brinkmann einen packenden Fight. Brinkmann lauerte stetig auf seine Chance, doch Fittje ließ sich in keinen Fehler treiben und wurde vor Brinkmann abgewinkt. Im Ziel hatte Fittje doppelten Grund zur Freude. Durch den Wertungsverlust von Janzik durfte er auch die Vizemeisterschaft sein Eigen nennen. Mit einer beeindruckenden Aufholjagd meldete sich auch Max Hesse zurück und schob sich noch auf den letzten Metern an Gilian Lipinksi vorbei auf Rang drei. „Abgesehen vom verpatzten Start im zweiten Rennen kann ich sehr zufrieden sein. Ich konnte schnelle Zeiten fahren und freue mich über einen gelungenen Saisonabschluss“, gab Hesse sich glücklich.
Meisterschaftsendstand:
1. Max Hesse (231 Punkte)
2. Jannes Fittje (176 Punkte)
3. Gianni Janzik (171 Punkte)
4. Anton Kostioukevitch (101 Punkte)
5. Robin Falkenbach (97 Punkte)
IAME X30: Menze und Komor siegen
Nach einer längeren Durststrecke meldete sich auf dem 1.107 Meter langen Erftlandring in Kerpen Fabian Kurt Komor (Melle/ADAC Team Weser-Ems e.V.) mit der Bestzeit im Qualifying wieder zu Wort. Doch im ersten Rennen hatte er das Nachsehen. Auf feuchter Strecke wählte er das falsche Reifensetup und konnte nur zusehen wie der Wuppertaler Dennis Menze an der Spitze enteilte und nach langen 17 Umläufen über seinen zweiten Saisonsieg jubelte. Doch die Show des Rennens lieferten Champion Patrick Meister (Großbottwar/Berner Kartsport) und Christoph Turi (Fernwald/KV Oppenrod e.V.) ab. Die beiden Führenden im Gesamtklassement erlebten ein denkbar schlechtes Zeittraining und mussten das Feld von hinten aufrollen. Mit durchweg schnellen Zeiten überholten sie im Formationsflug einen Kontrahenten nach dem anderen und landeten beim Fallen der Zielflagge auf Platz zwei und drei. Polesetter Komor folgte auf vier vor Yannick Prillwitz (Bönen).
Das zweite Rennen war geprägt von einem Viererkampf zwischen Dennis
Menze, Christoph Turi, Fabian Kurt Komor und Yannick Prillwitz. Das Quartett wechselte in der ersten Rennhälfte mehrmals die Positionen und machte den Rennausgang spannend. Erst zur Halbzeit konnte sich Komor leicht lösen und steuerte seinem ersten Sieg entgegen. „Nach dem ganzen Pech im Saisonverlauf bin ich glücklich über diesen Erfolg. Leider hatte ich mich im ersten Rennen für die falschen Reifen entschieden, sonst wäre am Ende vielleicht noch mehr möglich gewesen“, strahlte der Niedersachse auf dem Siegerpodest. Auf Position zwei folgte Turi vor Prillwitz, Menze und Dominik Hofheinz (München).
Meisterschaftsendstand:
1. Patrick Meister (220 Punkte)
2. Christoph Turi (160 Punkte)
3. Sven Mitternacht (128 Punkte)
4. Fabian Kurt Komor (122 Punkte)
5. Dennis Menze (121 Punkte)
IAME X30 Junioren: Luca Walter gewinnt Meisterschaft
Die Rennen der IAME X30 Junioren standen ganz im Zeichen des
Meisterschaftskampfes zwischen Luca Walter (Bermaringen/Motorsportteam ADAC Württemberg) und Julian Hanses (Hilden/MSC Langenfeld). Nach dem Zeittraining hatte Walter als Zweiter hinter Daniel Ostermann (Schweich-Issel/RMW Eurotec Team) die besten Karten. Doch im ersten Rennen sorgte das Wetter für ein großes Durcheinander. Die Strecke trocknete leicht ab und machte die Reifenwahl zum Lotteriespiel. Hanses schien hier zu Beginn die beste Wahl getroffen zu haben und führte die Meute über weite Strecke an. Sein ärgster Gegner Walter hing unterdessen im Verfolgerfeld und fiel letztlich auf Rang sieben zurück. Aber auch an der Spitze gab es Verschiebungen. Die abtrocknende Strecke stärkte die Piloten mit Slick-Bereifung. Julian Müller (Köln/AK Racing) und Kevin Kratz (Haimhausen) pflügten durch das Feld und holten vor Julian Hanses, Julian Fuchs (Öhringen/AK Racing) und Daniel Ostermann Position eins und zwei. Mit diesem Ergebnis vertagte Hanses die Titelentscheidung auf den zweiten Lauf.
Dieser begann mit einer Schrecksekunde für Luca Walter. Sein Kart sprang in der Startvoraufstellung nicht an und er musste dem Feld hinterher hechten. Zum Start hatte er sich aber wieder eingereiht und erlebte wie sich Daniel Ostermann aus der dritten Reihe an die Spitze kämpfte und mit einem deutlichen Vorsprung siegte. Dahinter war dagegen das letzte Wort noch nicht gesprochen und es kam zum direkten Duell zwischen Hanses und Walter. Im Ziel setzte sich Walter jedoch durch und sicherte sich als Dritter hinter Julian Fuchs die Meisterschaft. „Einfach fantastisch“, jubelte Luca im Ziel. „Ich habe bis zum Ende gekämpft und war mir nicht sicher, ob es gereicht hat. Nun fällt mir ein Stein vom Herzen und ich freue mich riesig. Einen großen Dank möchte ich an dieser Stelle meinem Vater für seine Unterstützung aussprechen“, Walter weiter. Tim Becker (Lüdenscheid/Beule Kart Racing Team) und Julian Hanses komplettierten als Vierter und Fünfter die Pokalränge.
Meisterschaftsendstand:
1. Luca Walter (187 Punkte)
2. Julian Hanses (166 Punkte)
3. Julian Fuchs (151 Punkte)
4. Kevin Kratz (150 Punkte)
5. Tim Becker (134 Punkte)
KF3: Balthasar lachender Vierter
Das Highlight des Wochenendes waren die Rennen der Junioren in der Klasse KF3. Mit Marvin Dienst (Lampertheim/Solgat Motorsport), Dennis Anoschin (Wiesbaden/ADAC Hessen-Thüringen e.V.), Alex Lambertz (Heinsberg/Jedi Racing Team) und Sebastian Balthasar (Köln/Team Hantscher Racing) starteten vier Meisterschaftsaspiranten und es gab schon in den Heats einige Rückschläge. Während Dienst und Anoschin als Erster und Dritter die beste Ausgangsposition hatten, durften Balthasar und Lambertz nur aus dem Mittelfeld auf die Reise gehen.
Im ersten Rennen am Sonntag schien alles zu Gunsten des Hessen Marvin Dienst zu laufen. Er behauptete seine Spitzenposition und fuhr ein respektables Polster heraus. Doch sechs Runden vor Rennende der große Schock: Das Radlager seines linken Vorderrades war gebrochen und er musste aufgeben. „Es soll einfach nicht sein“, kommentierte der Youngster die Geschehnisse im Ziel. Den Ausfall dankend nahm Dennis Anoschin an, der das Feld nun anführte und am Ende hinter Kim-Luis Schramm (Wolfsberg/KSM Racing Team) Zweiter wurde. Ebenfalls zurück im Kreis der Favoriten meldete sich Sebastian Balthasar. Mit einer meisterhaften Vorstellung hatte er sich in den 15 Runden von Startplatz 17 auf Rang drei vorgekämpft. Vierter wurde Fabian Schiller (Troisdorf/Jedi Racing Team) vor ADAC Motorsport Schützling Marc Wipprecht (Ludwigshafen).
Damit hatten vor dem letzten Rennen des Jahres nur noch Dennis Anoschin und Sebastian Balthasar berechtigte Chancen auf die Meisterschaft. Doch schon während der Startphase lief alles zu Gunsten von Balthasar. Der Kölner kam als Spitzenreiter aus der ersten Runde und baute fortan seine Position weiter aus. Anoschin rutschte unterdessen ins Mittelfeld zurück und war auf einmal nur noch 20. „Ich bin einfach abgeräumt worden“, schimpfte der Hesse ins Ziel. Dadurch war der Weg frei für Balthasar, mit einer souveränen Fahrt erreichte er das Ziel als strahlender Sieger und neuer Champion der Klasse KF3. „Ich kann es noch gar nicht fassen. Gemeinsam mit meinem Team haben wir uns akribisch auf dieses Rennen vorbereitet und nun hat es geklappt. Ein toller Erfolg und ein Riesendank an meinen Teamchef Peter Hantscher“, freute sich der Youngster am Abend. Bis zur letzten Sekunde zeigte auch Marvin Dienst Zähne. Vom Ende des Feldes hatte er sich bis auf Position sechs vorgekämpft, doch zum Titel hat es damit nicht gereicht. „Mir war schon nach dem Ausfall klar, dass es schwer werden würde. Ich habe trotzdem noch mal alles gegeben und kann mit der Vorstellung sehr zufrieden sein.“ Die Top-Fünf hinter Balthasar komplettierten Kim-Luis Schramm, Fabian Schiller, Tim Zimmermann (Langenargen/RS Motorsport) und Marc Wipprecht.
Meisterschaftsendstand:
1. Sebastian Balthasar (149 Punkte)
2. Dennis Anoschin (138 Punkte)
3. Kim-Luis Schramm (134 Punkte)
4. Marvin Dienst (129 Punkte)
5. Alex Lambertz (120 Punkte)
KF2: Hendrik Grapp siegt mit Flower Power
Nach seinem vorzeitigen Titelgewinn in Wackersdorf, hatte sich ADAC Stiftung Sport-Schützling Hendrik Grapp (Berlin/KSM Racing Team) für das letzte Saisonrennen etwas ganz besonders einfallen lassen. Der Berliner startete im Flower Power Design und schien damit genügend Energie zu tanken. Denn mit der Pole-Position im Zeittraining und auch Startplatz eins nach den Vorläufen knüpfte er nahtlos an die Erfolge der letzten Wochenenden an.
Im ersten Rennen hatte er jedoch nicht solch ein einfaches Spiel. Die Kontrahenten André Matisic (Hamburg/KKC-Racing), Gilles Beckord (Willich/RCM e.V.) und David Detmers (Wien/KSM Racing Team) machten ihm das Leben schwer und wirbelten das Führungsquartett zeitweise kräftig durcheinander. Zu Rennhalbzeit konnten sich Matisic und Grapp von ihren Verfolgern lösen und machten den Sieg unter sich aus. Grapp studierte dabei die Linie des Führenden und nutzte kurz vor Rennende seine Chance und siegte vor dem Hamburger. Detmers folgte auf Rang drei vor Beckord und dem Iren John Norris (Mach 1 Motorsport), der von Platz 25 ins Rennen gestartet war.
Der zweite Durchgang begann ähnlich. Erneut setzte sich Matisic an die Spitze und musste die Angriffe von Grapp abwehren. Doch diesmal machte Matisic die Technik einen Strich durch die Rechnung. In der elften Runde rollte er mit einem Motorschaden aus. Grapp war zur Stelle und machte den Doppelerfolg perfekt. „Ein toller Saisonabschluss für mich und mein Team“, Grapp im Ziel. Hinter ihm folgte der Luxemburger Rick Nadin (MM Racing Kart) als Zweiter vor dem Kampftrio Dennis Marschall (Eggenstein/Solgat Motorsport), Gilles Beckord und Tom Lorkowski (Eitorf/Jedi Racing Team).
Meisterschaftsendstand:
1. Hendrik Grapp (235 Punkte)
2. Marcel Lipp (142 Punkte)
3. David Detmers (109 Punkte)
4. Tom Lorkowski (106 Punkte)
5. André Matisic (105 Punkte)
KZ2: Illgen rast mit Doppelsieg zur Meisterschaft
Mit jeweils fünf Saisonsiegen reisten Riccardo Negro (Inden/DR Germany) und Kevin Illgen (Langenchursdorf) zum Finale auf den Erftlandring und beide gaben sich vor dem Start verhalten. „Ich muss die Rennen gut überstehen, dann ist alles möglich“, Negro im Vorhinein. „Kerpen zählt zu den schwierigsten Strecke, hier kann viel passieren“, ergänzte Illgen. Nach den Vorläufen hatte der Sachse aber die besten Karten. Im Zeittraining noch Zweiter hinter Alexander Schmitz (Wesel), kämpfte er sich in den Heats an die Spitze und startete am Sonntag aus der ersten Startreihe. Meisterschaftskontrahent Negro erwischte es dagegen schlimmer. Der Italiener musste einen Ausfall verzeichnen und war dadurch nur 13.
Im ersten Rennen griff er dann ganz tief in die Trickkiste. Während Illgen dem Feld enteilte, kämpfte sich Negro durch das Feld und hielt als Vierter hinter Illgen, Schmitz und Pascal Fritzsche (Wipperfürth/Kartshop Ampfing) die Meisterschaft offen. Das Finalrennen begann dann eher verhalten. Alexander Schmitz setzte sich an die Spitze und war auf dem Weg zum ersten Saisonsieg. Hinter ihm kam es währenddessen zur Begegnung zwischen Illgen und Negro. Der Sachse Illgen wusste jedoch, dass ihm auch ein dritter Platz zum Gesamtsieg reichen würde und ließ Negro ziehen. Der wollte am Ende noch mal den Sprung nach ganz oben schaffen und nagte an der Stoßstange des Führenden Schmitz. In der letzten Runde kam es dann zum Eklat. Negro und Schmitz kollidierten, Illgen zog vorbei und siegte. Schmitz rette noch Rang zwei vor Michele Di Martino (Eitorf/Jedi Racing Team), Pascal Fritzsche und Julian Becker (Wetzlar/KSM Racing Team). Für Negro war nach dem Vorfall das Rennen vorzeitig beendet. Der strahlende Sieger Kevin Illgen konnte seinen Erfolg kaum fassen: „Ich habe bis zur letzten Sekunde gehofft, dass mein Kart hält und alles gut verläuft. Nun habe ich es mit der Hilfe meines Vaters und CRG Holland geschafft und bin überglücklich.“
Meisterschaftsendstand:
1. Kevin Illgen (235 Punkte)
2. Riccardo Negro (200 Punkte)
3. Michele Di Martino (137 Punkte)
4. Dominik Schmidt (114 Punkte)
5. Marvin Meindorfer (112 Punkte)















