
ADAC Wikinger Rallye 22.-24.03.2012
... in Deutschland ganz oben!
Wikinger Rallye: Herbold wiederholt Vorjahressieg
Deutsch-Dänisches Rallye-Fest rund um Süderbrarup
Ein mit knapp 100 Fahrzeugen prall gefülltes Teilnehmerfeld, anspruchsvolle Wertungsprüfungen in Angeln, dem hügeligen Land zwischen den Meeren, und strahlender Sonnenschein: Die Voraussetzungen für die ADAC Wikinger Rallye (22.-24.03.2012) konnten kaum besser sein. Die Veranstaltergemeinschaft aus den MSF Idstedt und dem AC Schleswig feierte mit vielen Fans ein Rallye-Fest, welches zur deutschen und dänischen Meisterschaft zählte. Schon der Shakedown, ein letzter Test unter Wettbewerbsbedingungen, wurde am Donnerstagabend von den Anliegern und Fans zu einem Rallyefest verwandelt. Orga-Leiter Rainer Haulsen (Schleswig) strahlte: „die Zuschauer haben sogar Anhänger mit Sitzbänken auf die Wiesen gestellt. Es ist eine Freude zu sehen, wie die Anlieger hier an der Strecke richtige Feste feiern.“ In einer Email bedankte sich ein Anwohner wenig später beim Veranstalter: "Nächstes Jahr sehr gern wieder Shakedown durch Brebelholz! Das war ein Highlight auf welches sich alle lange gefreut haben!"
Begeisterung gab es auch bei den Teilnehmern. Ruben Zeltner, der im Porsche 911 GT3 auf den dritten Gesamtrang fuhr, erklärte vor dem Start. „Wir kommen immer wieder gern zur Wikinger Rallye, weil der Veranstalter es in jedem Jahr erneut schafft, neue anspruchsvolle Wertungsprüfungen anzubieten. Deshalb haben alle die gleichen Chancen und es gibt einen fairen Wettbewerb.“
Stimmungsvoller Start in Süderbrarup
Auf die Reise geschickt wurden die Teams in der „Rallyestadt“ Süderbrarup, deren Marktplatz die knapp 100 teilnehmenden Teams für ein Wochenende zum Motorsport-Mekka machten. Süderbrarups Bürgermeister Friedrich Bennetreu gab gemeinsam mit Kreispräsident Eckhard Schröder und dem Wikinger-Orgaleiter Rainer Haulsen (Schleswig) das Startsignal. „Wir freuen uns, wieder Gastgeber der Wikinger Rallye sein zu dürfen“, so Bennetreu. „Wir haben versucht, alles optimal vorzubereiten, diesmal scheint es auch mit dem Wetter zu klappen.“
Erfolgreicher Zuschauerrundkurs
Erstmals wurde am Samstag auf den Firmengeländen der team AG und der Ha-Ge ein Rundkurs für die Zuschauer gefahren. Alleine hier verfolgten rund 3.000 Fans das Geschehen und spendeten den Teams den verdienten Applaus. „Toll, wie groß das Interesse an diesem extra für die Zuschauer aufgebauten Parcours ist. Da haben sich die enormen Anstrengungen bei den Vorbereitungen doch gelohnt!“ freute sich Rallyeleiter Jürgen Krabbenhöft (Neuberend).
Youngster dominieren bei den Wikingern
Zwei überragend auftrumpfende Youngster bestimmten beim zweiten Lauf zur DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) das Geschehen: Felix Herbold (26) wiederholte mit Co-Pilot Michael Kölbach im Ford Fiesta S2000 seinen Vorjahressieg bei den Wikingern. Im Ziel hatte der Ismaninger einen Vorsprung von 1:28,7 Minuten auf seinen schnellsten Verfolger Mark Wallenwein (24). Dem Stuttgarter im Skoda Fabia S2000 genügte der Podestplatz jedoch, um die Führung im Championat zu übernehmen. Den dritten Platz im Klassement holten nach einem fulminanten Schlussspurt Ruben Zeltner / Helmar Hinneberg (Lichtenstein / Hamburg, Porsche 911 GT3).
„Es fühlt sich super an, den Sieg vom vergangenen Jahr zu wiederholen“, freute sich Felix Herbold im Ziel der ADAC Wikinger-Rallye. Erst kurz vor dem zweiten Saisonlauf war er aus der Division 3 zurück in den Super2000-Ford gewechselt, mit dem er schon im Vorjahr überzeugen konnte. „Vor zwei Wochen wusste ich noch nicht, ob dieser Einsatz zustande kommt. Ich bin dankbar, dass ich dieses tolle Auto auf den schönen Prüfungen hier in Schleswig-Holstein bewegen durfte.“ Herbold konnte schon auf der ersten Prüfung am Freitagabend die Führung übernehmen und verteidigte sie mit einer souveränen Vorstellung bis ins Ziel. Für Mark Wallenwein blieb nur die Verfolgerrolle, die allerdings durch die neue Gesamtführung versüßt wurde. „Zuletzt habe ich 2010 einmal die DRM-Tabelle angeführt, die Position aber durch einen dummen Fehler verloren. Diesmal möchte ich es besser machen“, resümiert der Youngster. „An Felix war heute einfach nicht vorbeizukommen. Wir hatten anfangs ein paar Probleme mit dem Fabia, die wir noch aussortieren mussten. Dann lief es aber gut – dennoch war heute nicht mehr drin.“
Sandro Wallenwein verliert nach Ausfall die Führung
Pech hatte der bisherige Spitzenreiter und Bruder des neuen Tabellenführers, Sandro Wallenwein: Der Subaru-Pilot fiel auf der zehnten von 14 WPs aus. Zuvor hatte der amtierende DRM-Champion im stark besetzten Feld lange Zeit die dritte Position verteidigt. „Durch einen blöden Fehler im Aufschrieb waren wir an einer Ecke viel zu schnell“, berichtete der Stuttgarter anschließend. „Wir sind durch‘s Gebüsch in einen tiefen Graben und haben dadurch vorne rechts das Rad abgerissen. Der dritte Platz wäre genial gewesen, wichtige Punkte für die Meisterschaft. So ein Mist: Alles passt perfekt, und durch einen kleinen Fehler ist alles aus.“ Seinen dritten Platz übernahmen in der Folge Ruben Zeltner / Helmar Hinneberg (Lichtenstein / Hamburg, Porsche 911 GT3), die zu Beginn der Veranstaltung noch wegen einer falschen Reifenwahl zurückgefallen waren und ab dem Mittag des zweiten Rallyetages mit Bestzeiten aufwarteten. „Die Reifenwahl hat uns mächtig Zeit gekostet – trotzdem wären wir hier wohl nicht an den Super- 2000-Fahrzeugen vorbeigekommen“, zog Zeltner sein Fazit. Als Gesamtdritter konnte er sich noch vor Brian Madsen / Anja Posorski (Peugeot 207 S2000) platzieren, die als schnellstes Team aus der dänischen Meisterschaft den im Rahmen der Wikinger-Rallye ausgetragenen Auftaktlauf ihres nationalen Championats für sich entschieden.
2WD-Wertung: Riedemann nicht zu stoppen
Den hervorragenden Eindruck, den die jungen Piloten in der DRM bei der ADAC Wikinger-Rallye hinterließen, unterstrich auch der Sieger des 2WD-Wertung, Christian Riedemann (Citroën DS3 R3). Als Gesamt-Sechster konnte er nicht nur zum zweiten Mal in Folge die Wertung der frontgetriebenen Fahrzeug gewinnen, sondern gleichzeitig auch auf den dritten Platz der Meisterschaft vorrücken. Der 24-jährige Sulinger lag mit seiner belgischen Co-Pilotin Lara Vanneste zeitweise sogar auf der dritten Position, fiel dann aber auf den schnellen Prüfungen in der Region Angeln zurück. Im Ziel auf dem Marktplatz von Süderbrarup strahlte der Shootingstar der 2WDFraktion in der DRM: „Super – am Anfang der Saison wollte ich eigentlich erstmal nur schauen wie ich zurecht komme“, so Christian Riedemann. „Spätestens nach dem zweiten Sieg in Folge ist jetzt klar, dass ich auf jeden Fall um den 2WD-Titel kämpfen möchte.“ Er kontrollierte das Geschehen in der stark besetzten Division 3 von Beginn an und hielt auch den amtierenden 2WD-Champion Carsten Mohe auf Distanz. „Ich freue mich, dass ich schneller fahren konnte als er“, grinst Riedemann, während Mohe nach einem Ausritt unglücklich ausfiel. „Nach einem Dreher sind wir quer in einen tiefen Acker gerutscht und kamen nicht mehr zurück auf die Straße“, berichtet der Renault-Spezialist aus dem Erzgebirge. „Die Wikinger-Rallye ist eine superschöne Veranstaltung, aber sie bringt uns einfach kein Glück.“ So konnte in der 2WD-Wertung abgesehen von Riedemann an diesem Wochenende kein Team das Tempo der Spitze mitgehen. In der Division 3 lagen hinter Riedemann die Dänen Anders Rygaard / Henrik Skott (Honda Civic R3, 18. Platz) vor Georg Berlandy / Peter Schaaf (Stromberg / Mayen, Peugeot 207 RC, 22. Platz).
Stimmen vom Wochenende:
Felix Herbold / Michael Kölbach (Ismaning / Winterwerb), Ford Fiesta S2000
„Es fühlt sich super an, den Sieg vom vergangenen Jahr zu wiederholen. Vor zwei Wochen wusste ich noch nicht, ob dieser Einsatz zustande kommt. Ich bin dankbar, dass ich dieses tolle Auto auf den schönen Prüfungen hier in Schleswig-Holstein bewegen durfte.“
Mark Wallenwein / Stefan Kopczyk (Stuttgart / Heilbronn), Skoda Fabia
S2000
„Zuletzt habe ich 2010 einmal die DRM-Tabelle angeführt, die Position aber durch einen dummen Fehler verloren. Diesmal möchte ich es besser machen. An Felix war heute einfach nicht vorbeizukommen. Wir hatten anfangs ein paar Probleme mit dem Fabia, die wir noch aussortieren mussten. Dann lief es aber gut – dennoch war heute nicht mehr drin.“
Ruben Zeltner / Helmar Hinneberg (Lichtenstein / Hamburg) Porsche 911
GT3
„Die falsche Reifenwahl hat uns mächtig Zeit gekostet – trotzdem wären wir hier wohl nicht an den Super-2000-Fahrzeugen vorbeigekommen. Wir haben dieses Wochenende viel gelernt. So müssen wir weitermachen."
Brian Madsen / Anja Posorski (Dänemark / Dänemark), Peugeot 207 Super
2000
„Ich freue mich, dass ich bester Däne geworden bin. Die Wikinger-Rallye 2012 war für mich tolle Prüfungen mit etwas zu langen Wartezeiten und tollem Wetter.“
Jensen Christian / Pedersen Christian (Dänemark / Dänemark), Peugeot 207 Super 2000
„Ich bin einfach zu langsam unterwegs, einiges habe ich schlicht verschlafen.“
Olaf Dobberkau / Alexandra Dobberkau (Schleusingen / Schleusingen), Porsche 911 GT3
„Ich hoffe, dass ich mit der Wikinger-Rallye die Testphase mit dem neuen Auto beendet habe. Und freue mich auf die Läufe in Hessen und Sachsen, wo wir hoffentlich weiter nach vorne fahren können.“
Christian Riedemann / Lara Vanneste (Sulingen / Belgien), Citroën DS3 R3T
„Super – am Anfang der Saison wollte ich eigentlich erstmal nur schauen wie ich zurecht komme. Spätestens nach dem zweiten Sieg in Folge ist jetzt klar, dass ich auf jeden Fall um den 2WD-Titel kämpfen möchte."
Hermann Gaßner / Karin Thannhäuser (Surheim / Ufering) Mitsubishi Lancer
Evo 10
„Tut mir wirklich leid für Sandros Ausfall. Die Zeiten, die er vorgelegt hat, hätten wir nicht mitgehen können.“
Daniel Rexhausen / Stefan Clemens (Friedrichsdorf / Thailen), Mitsubishi
Lancer Evo IX
„Die Prüfungen sind sehr anspruchsvoll. Hier muss alles stimmen, damit man schnell ist. Der Aufschrieb muss passen und man muss richtig fahren. Aber deshalb sind wir hier.“
Wikinger Rallye: Der Countdown läuft
Region rund um Süderbrarup im Rallye-Fieber
Die Vorbereitungen der Veranstalter biegen auf die Zielgerade ein. Ab Donnerstag (22. März) geht es endlich los: "Es wird auch Zeit, dass nach den monatelangen Vorbereitungen jetzt der sportliche Teil beginnt", fasst 'Chef-Wikinger' Jürgen Krabbenhöft (Neuberend) die Gefühlslage bei den Organisatoren der ADAC Wikinger Rallye zusammen. Ab Mitte der Woche verwandelt sich Angeln, das hügelige Land zwischen den Meeren in eine Rallye-Hochburg. 105 Teams haben ihre Nennung zu dieser motorsportlichen Großveranstaltung abgegeben, die sowohl zur deutschen wie auch zur dänischen Landesmeisterschaft zählt. Die Top-Piloten der deutschen und dänischen Rallye-Szene fiebern dem sportlichen Vergleich entgegen. Rund um die Mittelpunktgemeinde Süderbrarup muss man schon viel Glück haben, um noch eine Übernachtungsmöglichkeit zu ergattern. Nach dem Shakedown, einem letzten Test unter Wettbewerbs-Bedingungen, am Donnerstag von 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr steht für die Teams am Freitag die Besichtigung der Wertungsprüfungen auf dem Programm. Ernst wird es dann ab 17.45 Uhr, wenn auf dem Marktplatz die Startflagge für die ersten vier Wertungsprüfungen fällt. Die Samstagsetappe führt ab 08.50 Uhr über weitere 10 Wertungsprüfungen in Angeln, dem hügeligen Land. Höhepunkt für die Fans sind ab 15.00 Uhr die beiden Durchgänge auf dem Zuschauer-Rundkurs 'team-spezial' inmitten von Süderbrarup. Auch für die Truppe rund um Orgaleiter Rainer Haulsen (Schleswig) beginnt nun der Endspurt. "Entlang der Wertungsprüfungen leben rund 700 Anwohner, die inzwischen alle von uns informiert wurden und der Rallye überwiegend positiv gegenüber stehen."
Die Top-3 des vergangenen Jahres treten wieder in der gleichen Besetzung beim Kampf um den Gesamtsieg an. Kurzfristig konnte Vorjahressieger Felix Herbold (Ismaning) wieder seinen Start im Ford Fiesta Super 2000 realisieren. Obwohl der Youngster im vergangenen Jahr dominierte und mit über zwei Minuten Vorsprung gewann, gibt er sich diesmal vorsichtig: "Das Starterfeld ist ähnlich stark wie im vergangenen Jahr. Dazu kommt noch Mark Wallenwein in einem Skoda Fabia S2000 und auch die Porsche werden diesmal noch stärker sein. Ich saß zwar schon lange nicht mehr im Fiesta, aber wir werden alles versuchen, den Erfolg zu wiederholen." Der Dänische Meister Brian Madsen legte im Peugeot 207 S2000 mit dem zweiten Gesamtrang im vergangenen Jahr schon bei den Wikingern den Grundstein für seinen Titelgewinn. "Felix (Herbold) im Fiesta und Mark (Wallenwein) im Fabia werden sehr stark sein. Wenn ich sie schlagen kann, werde ich das tun. Aber oberstes Ziel ist es, bester Däne zu werden. Wenn das dann reicht um Gesamtsieger zu werden, das wäre schon toll." Doch da ist auch noch das dänische Peugeot-Werksteam mit dem Drittplatzierten von 2011, Christian Jensen und Esben Hegelund, oder Peugeot-Privatier Ib Kragh oder … Zu der Liste der Top-Piloten gehört auch das Porsche-Trio mit Ruben Zeltner, Olaf Dobberkau und nicht zuletzt LeMans-Sieger Timo Bernhard. Es wird spannend bei den Wikingern: Versprochen!
Wikinger Rallye mit Rekord-Nennergebnis
Über 100 Teams aus sechs Nationen versprechen spannenden Sport
Zum Schluss kamen die Nennungen fast im Minutentakt: "106 Teams wollen bei uns starten, das ist doch nicht schlecht", schmunzelte Rallyeleiter Jürgen Krabbenhöft (Neuberend) sichtlich stolz. Das Rekordergebnis mit 102 Nennungen vom vergangenen Jahr wurde bei der ADAC Wikinger Rallye, die vom 22. bis 24. März 2012 in und um das schleswigsche Süderbrarup ausgetragen wird, nochmals übertroffen. Nicht nur die Quantität des Starterfeldes der motorsportlichen Großveranstaltung, die zur deutschen und zur dänischen Landesmeisterschaft zählt, ist beachtlich. Auch die Qualität gab es in dieser Konzentration schon lange nicht mehr. Allein 10 Teams starten in der Königs-Division 1, die für die Super 2000 Fahrzeuge und die bärenstarken GT-Renner vorbehalten ist. Drei Porsche 911 GT3, mit LeMans-Sieger Timo Bernhard stehen hier sieben S2000-Allradlern entgegen, die vom amtierenden dänischen Meister Brian Madsen im Peugeot 207 S2000 angeführt werden. In der Division 2 für die seriennahen Allradler führt der amtierende deutsche Meister Sandro Wallenwein (Subaru Impreza) das Feld an, der bereits den nationalen Meisterschaftsauftakt gewinnen konnte. Aber auch ansonsten ist das Feld gespickt mit Titelträgern. Mit dem Holsteiner Kai-Dieter Kölle (Porsche 911 Carrera) steht der amtierende Champ im Norddeutschen ADAC Rallye Cup ebenso am Start wie der Hesse Björn Mohr (Opel Astra) als Doppel-Meister im HJS Diesel Masters. Mit Nils Heitmann (2010, Citroën C2R2) und Holger Knöbel (2011, Subaru Impreza) sind auch zwei Sieger des ADAC Rallye Masters im Feld vertreten.
"Wir hatten zwar auf gutes Nennergebnis gehofft und uns auch mit der Aufteilung des Service-Platzes auf dem Marktplatz von Süderbrarup und unserem Zeitplan darauf vorbereitet, aber so wirklich hat keiner gewagt, daran zu glauben", freute sich auch Orgaleiter Rainer Haulsen (Schleswig). Das Rallye-Wochenende beginnt am Donnerstag zwischen 18.00 und 21.00 Uhr mit dem Shakedown, einem letzten Test unter Wettbewerbsbedingungen. Nach der Besichtigung der Wertungsprüfungen
fällt am Freitag um 17.45 Uhr die Startflagge auf dem Markplatz in Süderbrarup. Bis zur Übernachtungspause ab 21.10 Uhr sind vier Wertungsprüfungen in Angeln, dem hügeligen Land zwischen den Meeren zu absolvieren.
Der Samstag bringt den Teams dann weitere zehn anspruchsvolle Asphalt-Strecken. Mittelpunkt des Fan-Interesses ist neben dem Service-Areal auf dem Markplatz auch der Zuschauer-Rundkurs 'team-spezial' inmitten von Süderbrarup, der um 15.00 Uhr und wieder um 17.30 Uhr auf dem Fahrplan steht. Der zweite Durchgang hat für die Teilnehmer der dänischen Meisterschaft besondere Bedeutung: sie erhalten hier Zusatzpunkte für ihre Meisterschaft. Neben den Einzelergebnissen geht es für beide Nationen letztlich auch um die Ehre. Denn im Nationenvergleich steht es nach den beiden ersten Aufeinandertreffen zwischen Dänemark und Deutschland ausgeglichen 1:1.
Dänisch-Deutscher Doppelstarter
Sein Name ist Vallentin, Simon Vallentin, und er ist der einzige Pilot, der sowohl die Deutsche wie auch die Dänische Rallye-Meisterschaft bestreiten wird. Die Wikinger ist für den 20-jährigen im Peugeot 206 Super 1600 deshalb ein Doppellauf - hier gibt es für ihn Punkte in beiden Landesmeisterschaften. Vallentin war 2011 der erfolgreichste Junior in Dänemark und durchläuft nun mit Hilfe des Dänischen Verbandes ein Auswahlverfahren und Weiterbildungsprogramm, was ihn in die Weltspitze bringen soll. Der erste Einsatz beim DRM-Auftakt führte ihn in den Westrich, der Grenzregion zwischen Saarland und der Pfalz. Auf dem Papier war die Pfalz-Westrich-Rallye zwar eine Asphalt-Veranstaltung mit kleineren Schotteranteilen, doch das regnerische Wetter und verschmutzte Strecken machten die Rallye zu einer regelrechten Rutschpartie. Dazu kam stellenweise ein schier undurchdringlicher Nebel – was die Aufgabe auch nicht einfacher machte. Nach der Streckenbesichtigung berichtete der Youngster, "hier geht es ja ständig nur bergauf und bergab, das kenne ich aus Dänemark überhaupt nicht. Und die Strecken sind extrem anspruchsvoll." Von Platz 18 der Freitagsetappe kämpfte er sich bis zum Ziel noch auf Gesamtrang 13 nach vorne. "Das waren sehr schwierige Prüfungen und auch schwierige Verhältnisse. Es ist sehr rutschig und dadurch noch anspruchsvoller. Ich liebe es in Deutschland zu fahren und will hier viel lernen." Die nächste Gelegenheit dazu gibt es nun bei den Wikingern, für Simon Vallentin im Vergleich zum DRM-Auftakt fast vor der Haustür.
Helfer bei der ADAC Winkinger Rallye?
Vom 22. bis 24. März 2012 findet die ADAC Wikinger Rallye mit Prädikat zur Deutschen und Dänischen Meisterschaft statt.
Die Veranstaltergemeinschaft würde sich über weitere, helfende Sportwarte freuen. Wenn Sie Interesse haben, die ADAC Wikinger Rallye zu unterstützen, bitten wir folgendes Formular auszufüllen und dem Leiter der Streckensicherung, Herrn Becker (siehe Formular), zukommen zu lassen.
Die VG Wikinger Rallye dankt!
- Kontaktformular (.xls)
Wikinger Rallye Team auf 'Erkundungs-Tour'

Erfahrungen aus Rallye-Einsätzen fließen in die Planungen ein
Bei den Vorbereitungen zur ADAC Wikinger Rallye, die vom 22. bis 24. März
2012 in und um das schleswigsche Süderbrarup ausgetragen wird, fließen Erfahrungen
aus ganz Rallye-Deutschland ein. Denn der Lauf zur Deutschen und Dänischen
Meisterschaft soll wieder ein richtiges Rallye-Fest für die Teilnehmer
werden. Orga-Leiter Rainer Haulsen (Schleswig) und Frank Schöngart (Janneby),
der alle Fragen rund um das Rallye-Zentrum und den Service-Platz in Süderbrarup
koordiniert, waren dazu 2011 in der Deutschen Rallye-Meisterschaft
unterwegs. "Der Sprung nach drei Jahren im ADAC Rallye Masters in die DRM
war größer als wir dachten. Sowohl der sportliche Wert wie auch das gesamte
Umfeld waren wesentlich anspruchsvoller", erklärt Rainer Haulsen, der den Suzuki
Swift über die Wertungsprüfungen pilotierte.
Neben dem sportlichen Wettkampf hatten die beiden Wikinger-Verantwortlichen
natürlich auch immer die jeweilige Organisation und Streckenauswahl im Blick.
"Für uns waren alle Veranstaltungen neu. Jede einzelne Rallye hat ihre Eigenarten
und auch ihre Highlights. Das ist auch gut so, nicht jeder kann alles haben
und dass macht jeden Lauf zu etwas Einzigartigem", erläutert Co-Pilot Frank
Schöngart, "wir haben die Rallyes immer aus zwei Perspektiven gesehen, einmal
aus der Sicht des Teilnehmers und einmal als Organisatoren". Beide sind sich
sofort über den Saison-Höhepunkt einig: "Das war der Start bei der ADAC Rallye
Deutschland, dem deutschen Lauf zur Rallye-Weltmeisterschaft." Auch dort gab
es Punkte zur DRM und viel Einzigartiges: "Dort stimmt einfach alles, jedes Detail
ist geplant, einfach Weltklasse. Und es ist ein geniales Gefühl, vor einer Kulisse
von 200.000 Fans zu fahren", schwärmen die beiden Motorsportler der MSF
Idstedt, die gemeinsam mit dem AC Schleswig die ADAC Wikinger Rallye organisieren.
Dennoch: auch bei der 'Deutschland' füllten die beiden 'Rallye-Erkunder' ihr Notizbuch
mit vielen Ideen und Details, die nun in die Vorbereitung der eigenen
Veranstaltung einfließen. Der neue Zuschauer-Rundkurs mitten in Süderbrarup,
der am Samstag zweimal von den Piloten absolviert wird, ist eine der sichtbaren
Veränderungen. "Sicherlich sind diese Rundkurse sportlich nicht die größte Herausforderung",
erläutert Haulsen, "aber wir haben erlebt, mit welcher Begeisterung
die Fans dort an der Strecke stehen. Ein Zuschauer-Rundkurs ist zudem die
große Chance, unseren Outdoor-Sport auch zu den Leuten in den Städten zu
bringen."
Auch Rallyeleiter Jürgen 'Krabbi' Krabbenhöft (Neuberend) hat einige Läufe zur
Deutschen und Dänischen Meisterschaft besucht. "Nicht alles ist bei uns umsetzbar,
oft setzt auch unser Budget die Grenzen des Machbaren fest", so der
Chef-Wikinger. "Die Auszeichnungen als jeweils beste Läufe in Deutschland und
Dänemark im vergangenen Jahr zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Und auf diesem Niveau möchten wir auch 2012 den Fahrern und Fans wieder eine anspruchsvolle ‚Wikinger‘ bieten."
Am Rande notiert:
Lancia Stratos HF als Vorauswagen
Die Fans der ADAC Wikinger Rallye dürfen sich auf einen besonderen Augenund
Ohrenschmaus freuen. Der Mainzer Claus Aulenbacher wird mit seinem
Schmuckstück, einem Lancia Stratos HF im Alitalia-Look, Ende März beim DRMLauf
in Schleswig-Holstein als schneller Vorwagen fungieren. Das kompromisslose
Sportgerät holte in den siebziger Jahren (1974-1976) des letzten Jahrunderts
drei Marken-Weltmeistertitel in Folge. Angetrieben wird die italienische Mittelmotor-
Flunder von einem V-Sechszylinder aus dem Ferrari Dino 246 GT. Der Italiener
Sandro Munari war in dieser Zeit der erfolgreichste Pilot am Volant dieses
"Rennkeils". Übrigens: Doppel-Weltmeister Walter Röhrl fuhr mit dem Stratos
1978 vier Siege in Folge in der DRM heraus.
Besuch bei Freunden: Von der Mosel an die Schlei
Wer genau in die Liste der Wikinger-Organisatoren schaut wird feststellen, dass
die Leitung des Zuschauer-Rundkurses in Süderbrarup in der Verantwortung von
Manfred Bläsius aus Kindel an der Mosel liegt. Doch wie kommt der Sportleiter
des MSV Osann-Monzel an die Schlei? "Schon seit über 25 Jahren reisen
Sportwarte aus Schleswig-Holstein zu uns an die Mosel und helfen bei den Wertungsprüfungen
der ADAC Rallye Deutschland in unseren Weinbergen. Daraus
haben sich viele persönliche Freundschaften gebildet. Auch der heutige DMSB
Präsident und Mitorganisator der Wikinger Rallye, Torsten Johne, war hier schon
als stellvertretender WP-Leiter im Einsatz." Bereits in den 80er Jahren reisten die
'Moselaner' in den hohen Norden und unterstützen die Rallye an der Schlei. Seit
die Wikinger nun zur Deutschen Rallye-Meisterschaft zählt, macht sich alljährlich
wieder eine Abordnung aus Osann-Monzel auf nach Süderbrarup. Blasius erklärt:
"Bis zu 25 Vereinsmitglieder sind dabei. Natürlich geht es in erster Linie darum,
den sportlichen Ablauf zu unterstützen, aber es ist für uns auch ein Besuch bei
Freunden."
Aktuelle Infos auf www.wikinger-rallye.de
Text: Jürgen Hahn
Hochphase der Vorbereitungen läuft an
Hotelzimmer rund um Süderbrarup fast ausgebucht
Noch sind es gut zwei Monate bis zur ADAC Wikinger Rallye, die vom 22. bis 24. März 2012 in und um das schleswigsche Süderbrarup ausgetragen wird. Doch die Motorsport-Großveranstaltung, die erneut sowohl zur Deutschen als auch zur Dänischen Meisterschaft zählt, wirft schon ihre ersten Schatten voraus. "Wie ich erfahren durfte, sind unsere Hotels schon fast ausgebucht und die Anfragen nach Ferienwohnungen laufen extrem gut. Begrüßen Sie daher mit mir das internationale „Rallyevolk“ in Süderbrarup und lassen Sie uns gute Gastgeber sein", schreibt Bürgermeister Friedrich Bennetreu in seinem Grußwort. Rallyeleiter Jürgen Krabbenhöft (Neuberend) ergänzt: "Wir haben gehört, dass sowohl Brian Madsen als auch Sandro Wallenwein bereits Zimmer gebucht haben. Schon vor der Öffnung der Nennungsliste ist damit klar, dass die beiden amtierenden Landesmeister bei uns am Start sein werden."
Der Wikinger-Veranstaltergemeinschaft aus den beiden ADAC-Ortsclubs MSF Idstedt und AC Schleswig ist es zum vierten Mal hintereinander gelungen, eine vollkommen neue Veranstaltung anzubieten. "Keine der anspruchsvollen Wertungsprüfungen in Angeln, dem hügeligen Land hier im Norden, wurde im letzen Jahr gefahren", erklärt Orgaleiter Rainer Haulsen (Schleswig). Neu dazu kommt ein Zuschauer-Rundkurs inmitten von Süderbrarup, der am Samstagnachmittag zweimal befahren wird und für Fahrer und Fans ein zusätzliches Highlight bedeutet. 2011 waren in Süderbrarup fast 100 Teams aus 4 Nationen am Start und über 60 internationale Journalisten, Fotografen und TV-Teams berichteten über den Saisonauftakt bei den Wikingern. Die Organisation einer solchen Großveranstaltung erfordert eine intensive Vorbereitung und in der Veranstaltungswoche eine Vielzahl freiwillig helfender Hände. Eckhard Schröder, der Kreispräsident Schleswig-Flensburg erläutert daher in seinem Grußwort: "Ganz besonders möchte ich erwähnen, dass rund 500 Helfer in die Organisation eingebunden sind. Ohne die Hilfe eines jeden Einzelnen wäre eine solche Großveranstaltung nicht durchzuführen. Mit viel Herzblut bringen sich diese vielen Menschen in die Vorbereitung und Durchführung der Rallye ein und beweisen, dass es sich lohnt, sich ehrenamtlich zu engagieren und damit der Region einen „Leckerbissen“ anzubieten – recht herzlichen Dank dafür. Ganz besonders erwähnen und hierfür dem Veranstalter Dank sagen, möchte ich für die hohen Sicherheits-Standards auf den Wertungsprüfungen, die mir bei meinen Besuchen der Rallye in den vergangenen Jahren positiv aufgefallen sind."
Es ist ein immenser Aufwand, der ehrenamtlich geleistet wird, um die Wikinger Rallye auf die Beine zu stellen. Stellvertretend für den 'inneren Kern' der Organisatoren erklärt Frank Schöngart (Janneby), bei dem die 'Organisationsfäden' in Süderbrarup zusammenlaufen: "Die Auszeichnung als bester dänischer Meisterschaftslauf 2011 und die Bestnoten in der DRM geben natürlich einen gehörigen Schub zusätzlicher Motivation." Deshalb heißt es auch 2012 wieder: Auf zu den Wikingern … in Deutschland ganz oben.
Am Rande notiert:
Wikinger mit neuem Internet-Auftritt
Wer im vergangenen Jahr während der Freitagsetappe im Internet die Live-Zeiten verfolgen wollte musste teilweise sehr geduldig sein. Denn mehrfach ging einfach nichts mehr. „Wir hatten zeitweise über 9.500 Zugriffe zeitgleich – so etwas gab es noch nie“, erklärte Zeitnahme-Chef ‚Winni’ Weber. Über Nacht wurde die Website umprogrammiert und funktionierte am Samstag tadellos. Das gleiche Problem meldete auch der Veranstalter, teilweise war www.wikinger-rallye.de nicht mehr erreichbar. Auch hier wurde die Website in der Nacht zum Freitag auf einen leistungsstärkeren Server verlegt und dient seither wieder allen als sichere Informationsquelle. Pünktlich zum Jahreswechsel hat der Internet-Auftritt der Wikinger nun ein vollkommen neues Layout erhalten. In einem modernen, ansprechenden und übersichtlichen Design können alle Informationen über die ADAC Wikinger Rallye abgerufen werden.
ADAC Wikinger Rallye 2011: Bestnoten und Auszeichnungen
Beste Bewertung in Deutschland – „Rallye des Jahres“ in Dänemark
'ADAC Wikinger Rallye …in Deutschland ganz oben'. Das Motto der Gemeinschaftsveranstaltung der Motorsportfreunde Idstedt und des Automobilclub Schleswig bekam nun eine weitere, für die Veranstalter sehr angenehme Bedeutung. Nicht nur geographisch, auch in der Bewertung der Läufe zur Deutschen Rallye-Meisterschaft durch den DMSB (Deutscher Motorsport-Bund) liegen die 'Wikinger' in Deutschland nach Abschluss der Saison 2011 ganz oben bzw. vorne.
Doch nicht nur aus Frankfurt, auch aus Dänemark gab es kürzlich frohe Kunde. Die ADAC Wikinger Rallye zählte im März des Jahres bekanntlich auch zur Dänischen Rallye-Meisterschaft. Die dänischen Piloten, die an allen Läufen ihres Championates teilgenommen hatten, wählten die ADAC Wikinger Rallye in der DRC zur “Rallye des Jahres 2011″! Aus den Händen des dänischen Promotors Karl Åge Jensen erhielt Rallyeleiter Jürgen Krabbenhöft einen Riesenpokal. Sichtlich überrascht und hocherfreut dankte der “Chef-Wikinger” für diese Würdigung.
Für die 'Macher' der Wikinger Rallye sind diese Auszeichnungen zu Beginn der 'heißen Phase' der Vorbereitungen für die kommende ADAC Wikinger Rallye vom 22. bis 24. März 2012 ein zusätzlicher Ansporn. "Bei einer solchen Großveranstaltung hat der alte Spruch 'nach der Rallye ist vor der Rallye' eine reale Bedeutung" erklärt Organisationsleiter Rainer Haulsen (Schleswig). "Schon seit Beginn des Sommers arbeiten wir intensiv an dem Konzept für 2012. Wir wollen für Fahrer und Fans die bekannten Standards halten und durch das Umsetzten der Anregungen aus dem Teilnehmerkreis die Attraktivität weiter anheben. Die Gespräche mit den betroffenen Gemeinden der von uns geplanten Streckenführung sind sehr positiv verlaufen, so dass wir erneut eine anspruchsvolle Rallye bieten können."
Die 'Wikinger' haben es geschafft: Zum vierten Mal zählt die Rallye zur DRM und zum vierten Mal hintereinander wird es eine komplett neue Streckenführung in Angeln, dem ‚hügeligen Land’, geben. Dreh- und Angelpunkt bleibt der zum Service-Zentrum umfunktionierte Marktplatz inmitten von Süderbrarup. Zudem wird ein neuer Zuschauer-Rundkurs in der Mittelpunktgemeinde für die zahlreichen Fans zusätzliche Spannung bringen. Die Prädikate zur Deutschen und Dänischen Meisterschaft, zum HJS Diesel Masters und dem Norddeutschen ADAC Rallye Cup garantieren schon jetzt ein internationales Starterfeld der Spitzenklasse. Rallyeleiter Jürgen 'Krabbi' Krabbenhöft (Neuberend) lädt bereits jetzt zur erneuten Teilnahme an der ADAC Wikinger Rallye 2012 ein: "Auf zu den Wikingern, in Deutschland ganz oben!"
Herbold / Kölbach gewinnen ADAC Wikinger Rallye
Wallenwein übernimmt DRM Führung - Bernhard mit erster DRM-Bestzeit Strahlender Sonnenschein, fast 100 Starter aus vier Nationen, darunter die Top-Piloten aus Deutschland und Dänemark, anspruchsvolle Wertungsprüfungen in Angeln, dem ‚hügeligen Land’ mit einem riesigen Zuschaueransturm und nicht zuletzt ein Rallye-Fest auf dem zum Service-Platz umfunktionierten Marktplatz inmitten von Süderbrarup: Die ADAC Wikinger Rallye (24. – 26. März 2011) zeigte sich von ihrer attraktivsten Seite.
Schon beim Shakedown, dem letzten Test unter Wettbewerbsbedingungen am späten Donnerstag, zeigte sich das sportliche Potential der nördlichsten Rallye Deutschlands. Der Thüringer Olaf Dobberkau, im Porsche 911 GT3 einer der vielen Favoriten auf den Gesamtsieg formulierte: „Eine wunderschöne Strecke, das ist der selektivste Shakedown den ich bis jetzt gefahren bin. Und er hat alles, was die Schwierigkeiten dieser Rallye ausmacht. Hier ist sowieso das Zusammenspiel zwischen Fahrer und Co-Pilot extrem wichtig.“ Nach der Besichtigung der Strecke ging es dann am Freitag ab 18.00 Uhr auf dem Markplatz in Süderbrarup endlich los. Vier anspruchvolle Prüfungen standen vor der Übernachtungspause auf dem Programm. Auf der Startrampe schickte Bürgermeister Johannes Peter Hennigsen die Teilnehmer auf die Reise. „Die ADAC Wikinger Rallye ist für Süderbrarup und die ganze Region ein großer Gewinn, deshalb unterstützen wir die Veranstalter gerne. Eigentlich sollte ich hier nur die Spitze starten, aber jedes der 97 Teams hat es verdient, dass ihnen der gebührende Respekt gewährt wird, deshalb blieb ich bis zu den letzten Teilnehmern.“
Der Auftaktlauf zur Deutschen und Dänischen Rallye-Meisterschaft wurde sportlich zu einer Solovorstellung für Felix Herbold (Ismaning) und seinen Winterwerber Co-Piloten Michael Kölbach. Auf den anspruchsvollen Wertungsprüfungen fuhren sie im Ford Fiesta S2000 elf von zwölf möglichen Bestzeiten und waren mit einer Gesamtfahrzeit von 1:18:58,4 Stunden um mehr als 2 Minuten schneller als der beste Verfolger. Der 25-jährige ADACYoungster Felix Herbold war nach seinem Erfolg begeistert, aber fast sprachlos: „Ich weis gar nicht was ich sagen soll. Ich kann es kaum glauben.“ Co Michael Kölbach ergänzt: „Das sind hier schon sehr anspruchsvolle Prüfungen. Für den Co-Piloten ist es sehr schwierig, bei den vielen Kuppen und Kurven den Überblick zu behalten und den richtigen Zeitpunkt für die Ansagen zu finden.“
Bei seiner Premiere in der DRM entriss Rundstrecken-Profi und Porsche-Werkspilot Timo Bernhard (Dittweiler) mit Co Marco Glasen (Freisen) Herbold im Porsche 911 GT3 auf der letzen WP die einzige Bestzeit. Das Podium vervollständigten die Dänen Brian Madsen / Jens-Christian Anker und Christian Jensen / Sören Tönborg in ihren beiden Peugeot 207 S2000. Mit dem vierten Gesamtrang und dem klaren Sieg in der Division 2 eroberten Sandro Wallenwein / Marcus Poschner (Stuttgart / Laubach) im Subaru Impreza mit 29 Punkten die DRM-Führung.
Im kleinen Citroën C2R2max sicherten sich Lars Mysliwietz / Oliver Schumacher (Nalbach / Fluterschen) den Sieg in der Division 4. Durch die Zusatzpunkte für den neunten Gesamtrang liegen sie in der DRM-Wertung nun auf Rang zwei (24 Punkte) vor den vierfachen Deutschen Rallyemeistern Hermann Gaßner / Siggi Schrankl (Surheim/Obing) mit 23 Zählern. Der nächste Lauf zur DRM findet vom 15.-16. April bei der ADAC Hessen Rallye Vogelsberg in Schlitz statt.
Begeisterter Wallenwein übernimmt DRM-Führung
Sandro Wallenwein strahlte auf der Zielrampe in Süderbrarup: „Das ist doch ein gelungener Einstand in die neue DRM-Saison. Und nach dem ersten Lauf habe ich noch nie die DRM angeführt“, erläuterte der Stuttgarter, der zuletzt dreimal in Folge Vize-Meister wurde. „Wir sind im Subaru Impreza bestes Nicht-Super 2000-Team und haben unsere Division klar gewonnen. Natürlich wäre ich noch gerne aufs Podium gefahren, aber das Risiko dazu war zu groß.“ Mit einem Schlussspurt, „am Freitag war ich einfach zu langsam“ fuhr der vierfache Meister Hermann Gaßner noch auf Gesamtrang fünf. Welches Potential in der Kombination Gaßner mit Co Siggi Schrankl und dem Mitsubishi Lancer Evo X steckt, unterstrichen sie mit der zweiten Gesamtzeit in der zehnten Prüfung. In der Meisterschaft liegen sie jedoch einen Zähler hinter Mysliwietz / Schumacher, die im Citroën C2R2max die Division vier klar für sich entschieden und auf den sensationellen neunten Gesamtrang nach vorne fuhren. „Als ich am Anfang hier hingefahren bin hatte ich nicht so ein gutes Gefühl und bin dementsprechend erleichtert, dass ich hier die Klasse gewinnen konnte. Aber die Jungs in der Division 4 sind verdammt stark. Das wird im Laufe des Jahres noch richtig eng.“
Timo Bernhard musste bei seiner DRM-Premiere die Freitagsetappe auf der vierten Prüfung vorzeitig beenden - der Keilriemen zur Wasserpumpe war gerissen. Die daraus resultierende Strafzeit warf den Porsche-Werkspiloten ins Nirvana der Gesamtwertung zurück. Wie schon bei dem defekten Anlasser nach dem Shakedown sorgte sein Team für die Reparatur. Am Samstag kämpfte sich der Saarländer mit Top-5-Zeiten wieder nach vorne,bis ihm in der letzten Wertungsprüfung die erste Gesamtbestzeit in der DRM gelang. „Diese Bestzeit wollte ich unbedingt. Auf dem ersten Durchgang der Prüfung bin ich kurz vor dem Ziel leicht rausgerutscht. Aber für mein Team, die hier einen so tollen Job gemacht haben wollte ich einfach diese Belohnung. Es hat dann im zweiten Anlauf geklappt, obwohl ich mir auf den letzten Metern noch einen Plattfuß vorne rechts eingefahren habe.“ Einige DRM-Piloten mussten trotz toller Leistungen ohne DRM-Zähler die Heimreise aus dem hohen Norden antreten. Der Sachse Carsten Mohe lag im neuen Renault Megane RS auf dem achten Gesamtrang als er nach einem Ausritt aufgeben musste. Der Bayer Robert Pritzl rangierte im Subaru Impreza in der Spitzengruppe der Division 2, als er in WP sechs ebenfalls in einem der vielen Gräben entlang der Prüfungen in Angeln, dem hügeligen Land, seine Hoffnungen versenkte.
‚Kleine’ ganz vorne dabei
Durch die Siege in der Division 5 und 6 fuhren sich zwei Teams mit jeweils 20 Punkten aus den vermeintlich kleineren Divisionen in die Top-5 der DRMZwischenwertung. Marijan Griebel (22, Hahnweiler) und Co-Pilot Alexander Rath (Korlingen) gewannen im Suzuki Swift bei ihrer DRM-Premiere die Division 5. „Die Strecken hier sind sehr selektiv, dies ist vor allem auch für die Beifahrer eine große Herausforderung. Es macht deshalb wahnsinnig viel Spaß hier zu fahren“, erklärte der Mittelrhein-Youngster. Die Diesel-Division ging an Michael Abendroth / Frank Oschmann im Fiat Punto Abarth: „Wir haben unser Dieselprojekt sehr kurzfristig gestartet. Und einen Tag vor Nennungsschluss beschlossen, dass wir hier fahren. Insgeheim habe ich schon gehofft hier in der Division vorne mitfahren zu können. Hätte aber nicht erwartet, dass wir hier gleich gewinnen können.“ Den zweiten Rang sicherten sich die Nordhessen Björn Mohr / Oliver Becker (Opel Astra GTC). Die aktuellen Titelträger der HJS-Dieselmasters übernahmen auch nach dem ersten Saisonlauf 2011 sofort wieder die Führung. „Ich freue mich riesig schnellster HJS-Diesel zu sein und würde natürlich gerne dieses Jahr die HJS Dieselmasters wieder gewinnen können.“
Die Divisionen 7 – 9
Für die Fahrzeuge, deren Sportzulassung bereits abgelaufen ist, gibt es – je nach Leistungsstärke – Punkte in den Divisionen 7 bis 9. Die stärkste Division 9 ging an den Holsteiner Landwirt Kai-Dieter Kölle mit Co-Pilotin Bianca Hutzfeldt im Porsche 911 Carrera. Hier waren lange der Hamburger Jan Becker (Subaru Impreza WRX) und der Hunsrücker Georg Berlandy (BMW M3) in der Spitze, bis sie mit Motorschaden (Becker) bzw. nach einem Ausritt aufgeben mussten. In der Division 8 siegten die Hessen Marcel Mahr-Graulich / Nadja Hartung im Mitsubishi Lancer. Die kleinste Division ging an Nils Heitmann / Daniel Hammerich (Hamburg / Gettdorf). Die amtierenden ADAC Rallyemeister sicherten sich so ihre ersten DRM-Punkte
Riesiges Interesse überlastete Internet
Wer während der Freitagsetappe im Internet die Live-Zeiten verfolgen wollte musste teilweise sehr geduldig sein. Denn mehrfach ging einfach nichts mehr. „Wir hatten zeitweise über 9.500 Zugriffe zeitgleich – so etwas gab es noch nie“, erklärte Zeitnahme-Chef ‚Winni’ Weber. Über Nacht wurde die Website nun so umprogrammiert, dass heute keine Probleme mit der Darstellung mehr entstehen dürften. Das gleiche Problem meldete am Freitag der Veranstalter, teilweise war www.wikinger-rallye.de nicht mehr erreichbar. Auch hier wurde die Website in der Nacht zum Freitag auf einen leistungsstärkeren Server verlegt und dient so nun wieder allen als sichere Informationsquelle.
Die Wikinger im TV
Bewegte Bilder von der ADAC Wikinger Rallye 2011 gibt es diese Woche
gleich zweimal im TV:
- Sport1 sendet am Mittwoch, 30.03. um 23.15 Uhr einen Beitrag in der
Sendung Motorsport-News. - Der NDR sendet am Donnerstag (31.3.) ab 18.15 Uhr einen Beitrag über den Holsteiner Landwirt Kai-Dieter Kölle. Sie begleiteten ihn auch auf seinem Weg im Porsche 911 Carrera zum Divisionssieg bei den Wikingern.
1 - Sandro Wallenwein / Marcus Poschner, D/D, Subaru Impreza N 15
“Die neuen Prüfungen der Wikinger Rallye sind noch schneller und flüssiger als sie es letztes Jahr waren. Das kommt meinem Fahrstil zu Gute. Ich wäre natürlich noch gerne dritter geworden, aber Christan Jensen war in seinem Super 2000 Auto nicht zu halten. Für mich ist das ein perfekter Einstand in die DRM und ich freue mich, als Führender zur Hessen Rallye fahren zu können.”
2 - Hermann Gaßner / Siegfried Schrankl, D/D, Mitsubishi Evo X
„Ich konnte gegen Ende noch mal deutlich schneller werden. Ich würde sagen dann habe ich doch noch ein versöhnliches Ende mit dieser Rallye gefunden.“
4 - Dirk Riebensahm / Kendra Stockmar, D/D, Mitsubishi Lancer Evo 9
„Auf diesen anspruchsvollen Wertungsprüfungen haben wir an dem Wochenende sehr viel gelernt. Die Rallye ist wirklich extrem anspruchsvoll. Hier muss der Schrieb und das Zusammenspiel zwischen Fahrer und Co wirklich gut stimmen.“
6 - Torben Nebel / Frank Römer, D/D, Subaru Impreza
„Ich hätte nicht gedacht, dass es hier im Norden so viele Kuppen und Berge gibt.“
7 - Timo Bernhard / Marco Glasen, D/D, Porsche 911 GT 3
„Diese Bestzeit wollte ich unbedingt. Auf dem ersten Durchgang der Prüfung bin ich kurz vor dem Ziel kurz rausgerutscht. Aber für mein Team, die hier einen so tollen Job gemacht haben wollte ich einfach diese Belohnung. Es hat dann im letzten Anlauf geklappt, obwohl ich mir auf den letzten Metern noch einen Plattfuß vorne rechts eingefahren habe.“
8 - Carsten Mohe / Katrin Becker, D/D, Renault Megane RS
Ausfall durch Unfall in WP 9, zuvor sagte der Sachse: „Wikinger Rallye: Es gibt in Deutschland nicht wirklich was Vergleichbares. Ich bin wahnsinnig erleichtert, dass das neue Auto so konkurrenzfähig ist. Wir sind ja erst noch am Anfang. Auf der zweiten Prüfung mussten wir ein bisschen Tempo rausnehmen, weil Katrin keine Stimme mehr hatte und ich nicht mehr alles verstanden habe.“
9 - Lars Mysliwietz / Oliver Schumacher, D/D, Citroen C2R2max
„Als ich am Anfang hier hingefahren bin, hatte ich nicht so ein gutes Gefühl und bin dementsprechend erleichtert, dass ich hier die Klasse gewinnen konnte. Aber die Jungs in der Division 4 sind verdammt stark. Das wird noch richtig eng.“
19 - Björn Mohr / Oliver Becker, D/D, Opel Astra GTC
„Ich freue mich riesig schnellster HJS Diesel zu sein und würde natürlich gerne dieses Jahr die HJS Dieselmasters wieder gewinnen können.“
20 - Alois Scheidhammer / Willi Trautmannsberger, D/D, Opel Astra GTC
„Selbst wenn die Wikinger Rallye noch 1000 km weiter von zu Hause weg wäre hätte es sich gelohnt hier zu fahren. Schöne Plätze wo man auch noch geil Rallye fahren kann sind immer eine Reise wert.“
33 - Brian Madsen / Jens Christian Anker, DK/DK, Peugeot 207 S2000
„Am Samstagmorgen hatten wir Bremsprobleme und ich bin dadurch leicht abgeflogen. Nach der Reparatur im Service war wieder alles ok. Aber aus eigener Kraft konnte ich nicht nach vorne fahren, denn der Felix ist nicht normal.“
34 - Felix Herbold / Michael Kölbach, D/D, Ford Fiesta S2000
„Ich weiß überhaupt nicht was ich sagen soll. Dass ich bei so einem starken Starterfeld 11 von 12 Bestzeiten fahren konnte, kann ich kaum glauben.“
35 - Christian Jensen / Søren Tøndborg, DK/DK, Peugeot 207 S2000 EVO
„Die Zeiten an der Spitze kann ich nicht mitgehen. Aber das ist in Ordnung so, denn ich bin lange nicht mehr gefahren.“
38 - Max Christensen / Ole R. Frederiksen, DK/DK, Subaru Impreza
„Großartige Prüfungen und das Auto hat sich sehr gut angefühlt. Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr wieder hierher kommen.“
39 - Peter Corazza / Ronald Bauer, D/D, Mitsubishi Lancer EVO 9
„Seit Dezember habe ich mein Auto richtig am Laufen. Der geht jetzt besser als der Vorgänger. Und ich denke, dass ich jetzt wieder konkurrenzfähig bin. Die Prüfungen hier sind sehr selektiv. Speziell im Dunkeln, das ist eine große Herausforderung.“
42 - Kim Madsen / Kasper Sørensen, DK/DK, Mitsubishi Lancer Evo 7
„Die vielen Kurven und Kuppen sind wir in Dänemark gar nicht gewöhnt. Die Wikinger Rallye ist mit nichts in Dänemark zu vergleichen.“
52 - Guido Imhoff / Sebastian Walker, D/D, VW Golf Kitcar
„Ich bin richtig froh, dass wir heute dank Super Rallye hier doch noch fahren konnten. Es hat riesig Spaß gemacht hier zu fahren, obwohl ein gutes Ergebnis hier nicht mehr möglich war.“
58 - Kai-Dieter Kölle / Bianca Hutzfeldt, D/D, Porsche 911 Carrera
„Das Kamerateam, das mich begleitet motiviert mich natürlich besonders. Und fast wären wir ja auch bester Porsche geworden. Aber unser Auto ist ja sogar älter als Timo.“
50 - Georg Berlandy / Peter Schaaf, D/D, BMW M3
„Wir hatten gestern auf der Anfahrt hierher nach dem Elbtunnel einen Zahnriemenriss an unserem Servicefahrzeug. Ich habe den Motor zerlegt und festgestellt, dass es nicht mit einem Zahnriemenwechsel getan ist. Das größte Problem war dann ein passendes Leihfahrzeug mit Anhängerkupplung zu bekommen. Aber nach insgesamt 22 Stunden Fahrt waren wir dann doch hier und freuen uns nun auf den Start.“
ADAC Wikinger Rallye (24.-26. März 2011)
Endstand nach 12 Wertungsprüfungen (148,02 Kilometern)
1. Felix Herbold / Michael Kölbach (Ismaning / Winterwerb)
Ford Fiesta S2000, Div. 1 1:18:58,4 Stunden.
2. Brian Madsen / Jens-Christian Anker (DK),
Peugeot 207 S2000, Div. 1 + 2:04,0 Minuten.
3. Christian Jensen / Sören Tönborg (DK),
Peugeot 207 S2000, Div. 1 + 2:20,2 Minuten.
4. Sandro Wallenwein / Marcus Poschner (Stuttgart/Laubach),
Subaru Impreza N15, Div. 2 + 2:47,3 Minuten.
5. Hermann Gaßner / Siggi Schrankl (Surheim/Obing)
Mitsubishi Lancer, Div. 2 + 4:14,9 Minuten.
6. Max Christensen / Ole Frederiksen (DK),
Subaru Impreza, Div. 2 + 5:21,4 Minuten.
7. Peter Corazza / Ronald Bauer (Oelsnitz/Neumark),
Mitsubishi Lancer, Div. 2 + 6:01,1 Minuten.
8. Dirk Riebensahm / Kendra Stockmar (Andernach / Elchweiler)
Mitsubishi Lancer, Div. 2 + 6:05:7 Minuten.
9. Lars Mysliwietz / Oliver Schumacher (Nalbach / Fluterschen)
Citroën C2R2max, Div. 4 + 6:46,8 Minuten.
10. Timo Bernhard / Marco Glasen (Dittweiler / Freisen);
Porsche 911 GT3, Div. 1 + 7:44,4 Minuten.



























